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In Grünberg weht ein frischer Wind

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Grünberg (fp). Mit vier Chorälen, gespielt in jede Himmelsrichtung, eröffnete der Musikverein Grünberg traditionell die Pfingstfeierlichkeiten in der Gallusstadt. Neben der Matinee im Brunnental luden Musiker, Gallusmarktkommission und Stadt zum 11. Entenrennen und am Tag darauf zum Grenzgang ein. Erstmals trafen sich dabei die Wanderer aus der Kernstadt mit den Christen aus den Kirchengemeinden Stangenrod und Lehnheim an der Gemarkungsgrenze zwischen den drei Ortschaften.

Nach dem Pfingstgottesdienst begegneten sich am Sonntag zahlreiche Einheimische und Gäste im Brunnental am alten Wasserwerk. Dabei sorgte der Musikverein unter Leitung von Matthias Seim für Unterhaltung auf der Naturbühne. Im Verlauf des Vormittags trat man außerdem gemeinsam mit der Bläsergruppe aus dem Jahrgang sechs sowie dem Blasorchester der Theo-Koch-Schule auf. Dirigiert werden diese Formationen von Sarah Breitstadt und Heike Kratz-Gunkel. Für Marktfrau Andrea Strauch bedeutete das Pfingstfest auch Halbzeit, denn im nächsten Jahr wird eine neue Repräsentantin vorgestellt. Sie begrüßte mit Bürgermeister Frank Ide und dem Vorsitzenden der Gallusmarktkommission, Thomas Siek, die Gäste.

800 Plastikenten am Start

Gespannt warteten vor allem die Kinder auf den Start des 11. Entenrennens. Rund 800 kleine Plastiktiere schickten die "Märtfraa" und der Bürgermeister auf die Reise im alten Mühlbach vom alten zum neuen Wasserwerk. Bei zwei Durchgängen, getrennt nach Kindern und Erwachsenen, begleiteten die Besitzer ihre "Tiere" auf der nassen Reise bis zum Zieleinlauf. Über 200 Preise, gestiftet von der heimischen Geschäftswelt, warteten auf die Besitzer der schnellsten Enten.

Siegreich waren bei den Erwachsenen Ulrich Zinn, Jan Christoph Ide, Nick Trautmann und Kathrin Schmidt. Sie freuten sich über ein Wochenende in einem Renault Zoe, einen Grill, einen Ausflug zu einem Weinfest oder 500 Kilowatt Grünstrom. Bei den Kindern waren Paul Vandenberg, Younis Young und Bela Lenz vorne. Sie erhielten ein Schwimmbecken, Kinder-Gartengeräte oder einen Air-Lounger.

Auf Initiative der Kirchenvorstände von Lehnheim und Stangenrod traf man sich in diesem Jahr erstmals mit den Grünberger Grenzgängern zum Feldgottesdienst auf den Hadertswiesen. Aus der Kernstadt machten sich rund 100 Wanderer vom Marktplatz auf den Weg. An einem markanten Baum an der Gemarkungsgrenze zwischen den drei Ortschaften griff Pfarrer Lukas von Nordheim diese "Grenzüberwindung" für seine Predigt auf. Gemeinsam mit seinem katholischen Amtsbruder Clemens Matthias Wunderle gestaltete er den Gottesdienst unter freiem Himmel. Pfingsten sei ein Fest der Überwindung aller Grenzen, wer wolle diesen Geist aufhalten, so von Nordheim, auch anspielend auf die frische Brise, die der Wind nach dem Marsch wohltuend wehen ließ.

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