In der ungewöhnlichen Vernissage im Grünberger Kino werden Kunstwerke in einer Videoshow präsentiert - mit dem gebotenen Abstand. Die Kohlezeichnung von Eberhard Richter trägt den Titel "Trauzimmer der Stadt Grünberg". FOTO: FP
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In der ungewöhnlichen Vernissage im Grünberger Kino werden Kunstwerke in einer Videoshow präsentiert - mit dem gebotenen Abstand. Die Kohlezeichnung von Eberhard Richter trägt den Titel "Trauzimmer der Stadt Grünberg". FOTO: FP

Videoshow

Grünberg bietet die etwas andere Kunstausstellung

  • vonHans-Joachim Losert
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"Gallmärt trotz(t)": Coronabedingt findet die Oberhessische Kunstausstellung, die gewöhnlich das Gallusmarkt-Programm in Grünberg einläutet, in bislang ungewöhnlichem Rahmen statt,

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann" - mit dem Zitat des französischen Malers und Schriftstellers Francis Picabia begrüßte Thomas Kreuder, Vorsitzender des Kunstausschusses der Gallusmarktkommission, am Samstagvormittag die Gäste im Grünberger Kino. Kreuder leitete damit die Eröffnung der Oberhessischen Kunstausstellung in anderer Form ein.

Videoshow statt Werkschau

Regulär wäre es die 49. Werkschau gewesen, die anlässlich des Grünberger Gallusmarktes Bilder und Skulpturen der Künstler präsentiert hätte. Durch die Corona-Pandemie hatte sich das Gremium dazu entschlossen, die Werke per Film zu zeigen. 36 Künstler haben sich daran beteiligt; die Firma Grafik-Kasten (Wettenberg) stellte die Videoshow zusammen; darin werden die Namen der Werkschaffenden und die Titel der Arbeiten eingeblendet. Wie üblich, können Gemälde oder Plastiken käuflich erworben werden. Auch das wird im Film erläutert.

Vernissage im Kino

Kreuder dankte den Mitgliedern des Kunstausschusses für ihre Ideen, den Künstlern und vor allem Edith Weber, die das Kino für die Auftaktveranstaltung kostenlos zur Verfügung stellte. Der Vorsitzende hob zudem das Engagement der Stiftung der Sparkasse hervor, die den Film finanzierte.

Außerdem sind in Schaufenstern von Geschäften der Werbegemeinschaft Fotos ausgestellt. Unter dem Motto "Gallmärt trotz(t)…" waren Fotografen aufgerufen, Aufnahmen zum Thema "Gallusmarkt" einzureichen.

Kunst im Internet und vor Ort

Bürgermeister Frank Ide hatte eingangs an ungewohntem Ort zu ungewöhnlicher Zeit begrüßt. Man habe mit dem Kunstausschuss überlegt, wie die Ausstellung funktionieren konnte. Spätestens mit Absage des Oktoberfestes in München und dem Verbot des Landes Hessen für Großveranstaltungen seien die Hoffnungen geschwunden. Es sei eine große Freude, dass die Weiterführung der "Tradition Kunstausstellung" trotzdem gelang. Man wolle die Zeit des Gallusmarktes begleiten und würdigen, unterstrich Thomas Siek als Vorsitzender der Gallusmarktkommission. Der Titel "trotz(t)" spiegele auch die Suche nach Alternativen wider. Abschließend war es "Märtfraa" Andrea Strauch wie in jedem Jahr vorbehalten, die Eröffnung der Ausstellung offiziell auszusprechen.

Zu sehen ist die Präsentation auf der städtischen Homepage (www.gruenberg.grimmich.de), in der Sparkasse, in der Edeka-Markthalle, im Eiscafé Venezia, im Foyer des Rathauses und im Museum im Spital.

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