Der simulierte Ausbruch des Vulkans Mount Mayon. FOTO: DIS
+
Der simulierte Ausbruch des Vulkans Mount Mayon. FOTO: DIS

Wo gibt’s denn hier Vulkane?

  • vonRedaktion
    schließen

Grünberg(dis). Von Bürgermeister Frank Ide und Museumsleiterin Karin Bautz ist am Donnerstag im Museum im Spital in Grünberg die neue Sonderausstellung unter dem Titel "Wo gibt’s denn hier Vulkane?" eröffnet worden. Die Fotoausstellung mit 40 großformatigen Fotografien zeigt Orte in der heimischen Region, wo vulkanische Vergangenheit noch erkennbar ist. Die Ausstellung wurde von Mitgliedern der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) erarbeitet.

"Der Vogelsberg ist vor 15 Millionen Jahren erloschen. Mit geübtem Blick kann man Zeugnisse der vulkanischen Vergangenheit der Region jedoch erkennen", sagte Bürgermeister Ide bei der Eröffnung. Felsen, ehemalige und noch aktive Steinbrüche, Bergkuppen und Geotope wie das Brunnental zeigen unterschiedliche Aspekte des Vulkanismus. Man findet sie in den vier Landkreisen Wetterau, Vogelsberg, Gießen und Main-Kinzig, über die sich der Vogelsberg über etwa 2 500 Quadratkilometer ausdehnt.

Mit dem Untertitel "Spurensuche im Vogelsberg" wollen die Kuratoren der Fotoausstellung deutlich machen, dass es nicht immer einfach ist, diese Zeugnisse der Erdgeschichte zu erschließen.

Die Fotografien sind dabei auf unterschiedlichen Exkursionen entstanden und liefern einen authentischen Blick auf und in den Vogelsberg. Zudem erhielt das Museum im Spital Grünberg eine imposante Leihgabe vom Mineralogischen Museum der Philipps-Universität Marburg: ein Modell des 2 462 Meter hohen Vulkans Mayon, der 330 Kilometer südöstlich von Manila auf den Philippinen liegt und wegen seines nahezu perfekt geformten Kegels vielfach als der schönste Vulkan der Welt bezeichnet wird.

Zur Ausstellung ist ein 53-seitiges Begleitheft erschienen. Darin wird jedes Foto ausführlich erläutert. Da coronabedingt diese Broschüre nicht ausgelegt werden darf, haben die Kuratoren die Einführungen zu den Themen Lavaströme, Basaltsäulen, Schlote und Lavaseen, Maar-Ausbrüche, Schlackenvulkane und Glutlawinen aus der Broschüre in der Ausstellung veröffentlicht. Die Broschüre kann zudem für fünf Euro an der Museumskasse erworben werden.

Immer sonntags, 30 Minuten vor Ende der Besuchszeit im Museum, können Besucher um 16.30 Uhr den simulierten Ausbruch des Vulkans miterleben. Im Begleitprogramm der bis zum 29. November dauernden Ausstellung werden Kuratorenführungen mit Karl-Heinz Rudi am Sonntag, 11. Oktober, und am Sonntag, 8. November, jeweils um 15 Uhr durchgeführt. Auf Spurensuche auf dem Erzweg kann man sich mit Karl-Heinz Rudi am Freitag, 23. Oktober, ab 15 Uhr begeben. Treffpunkt der dreistündigen Exkursion ist der Parkplatz der Weickartshainer Schweiz.

Am Sonntag, 22. November, gehen Experten ab 15 Uhr der Frage nach: Wer war Ernst Dieffenbach? Dabei stellt Museumsleiterin Karin Bautz den Gießener Mediziner, Geologen und Naturforscher vor, der im Jahr 1839 den aktiven Vulkan Mount Taraniki in Neuseeland bestieg.

Bei allen Veranstaltungen ist die Einhaltung der coronabedingten Auflagen und eine Online-Anmeldung unter museum@gruenberg.de erforderlich.

Die Öffnungszeiten des Museums: Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr, zudem nach Vereinbarung

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare