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Die Rabegasse dürfen Radler nun in beide Richtungen nutzen.

Gegenverkehr in der Rabegasse

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Grünberg (pm). In der Grünberger Rabegasse müssen sich Autofahrer nun an Gegenverkehr auf zwei Rädern gewönnen: Die Straße wurde ebenso wie die Kronengasse nun für Radler in beide Richtungen geöffnet. Der ADFC begrüßt diese Entwicklung ebenso wie die Pläne, drei weitere Einbahnstraßen für die Radler zu öffnen.

Hiermit werde auch der Entwicklung Rechnung getragen, dass sich die Grünberger Hügel mittlerweile mit E-Bikes bequem überwinden ließen. Bislang müssten Radler jedoch in der Grünberger Altstadt größere Umwege fahren.

"Dem Allgemeinen Fahrradclub Gießen (ADFC) war dieser Zustand schon länger ein Dorn im Auge", schreibt er in einer Pressemitteilung. Daher habe man der Gallusstadt auch 2016 im bundesweiten Fahrradklima-Test die fehlende Öffnung von Einbahnstraßen mit der vernichtenden Schulnote 5,1 gespiegelt.

Die Stadt habe nun die Kritik aufgenommen und zwei Straßen für Radler geöffnet. "Da beide Straßen ausreichend breit und übersichtlich sind, sind keine Gefahren zu erwarten. Ohnehin gilt im verkehrsberuhigten Bereich Schrittgeschwindigkeit, sodass das Passieren auch bei Gegenverkehr sicher gelingt", schreibt der ADFC.

Der Fahrradclub rät den Radfahrern, in der Rabegasse und der Kronengasse vor allem an Einmündungen in nächster Zeit besonders vorsichtig zu fahren, bis Fußgänger und Autofahrer sich auf die neuen Regeln eingestellt haben. Dabei gilt die Regel "rechts vor links" auch dann, wenn Radfahrer in Gegenrichtung die Rabegasse oder die Kronengasse befahren.

Damit auch Radtouristen von der neuen Regelung profitieren, hat der ADFC Gießen bereits eine Änderung der Routenführung des hessischen Radfernwegs R6 bei Hessen Mobil angeregt. Mit etwas Glück könnte die Routenbeschilderung schon zur Radsaison 2020 geändert sein, sodass sich die Strecke zwischen Marktplatz und Graben von 360 Metern auf 150 Meter verkürzt.

Weitere Veränderungen sind bereits in Planung: Durch die Öffnung der Neupforte zwischen Alsfelder Straße und Gefängnisweg soll aus Richtung Theo-Koch-Schule kommend ein kürzerer Weg in die Innenstadt geschaffen werden. Durch die Öffnung der Einbahnstraße Schulstraße kann demnächst steigungsarm aus der Altstadt Richtung Westen gefahren werden. Zusätzlich ist in Queckborn die Öffnung der nördlichen Bachgasse für Radverkehr in Gegenrichtung bereits beschlossen.

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