Hartmut Miethe
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Hartmut Miethe

Gedenken an 20. Juli 1944

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Grünberg(dis). Bereits seit 15 Jahren ist ein Gedenken an die Ereignisse des 20. Juli 1944, den Tag des Widerstands, in das Jahresprogramm des Barfüßer-Förderkreis Kultur eingebunden. Bei der jüngsten Veranstaltung in der evangelischen Stadtkirche referierte Pfarrer i. R. Hartmut Miethe.

Das erzwungene Bekenntnis zum "Führer" und seiner Vision von der Weltherrschaft der Arier habe seinerzeit viele auch ganz einfache Menschen in die Ablehnung des Regimes geführt, ohne dass sie diese nach außen getragen oder ausgelebt hätten. Dazu fügten sich das Mitläufertum und die große Masse derer, die überzeugt und mitgerissen dem "Führer" die Treue schworen. Konservative Kreise sahen im Nationalsozialismus ein effektives Bollwerk gegen den Sozialismus, der in Russland gerade seine Schreckensherrschaft entfaltete. Doch gab es Menschen und Gruppierungen, wenn auch in der Minderzahl, die ihrem Gewissen, nicht dem nationalsozialistischen Gedankengut verpflichtet waren. Hier unterscheide man zwischen individuellem und organisiertem Widerstand. Miethe gedachte auch Georg Elser, der aus persönlicher Einsicht sein Leben für den Widerstand opferte. FOTO: DIS

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