Kommunalwahl im Kreis Gießen

Wahl des Stadtparlaments in Grünberg: Freie Wähler büßen ein

  • Thomas Brückner
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Trendergebnis: Die Grünen können ihr Ergebnis laut Trend fast verdoppeln, die Freien Wähler müssen deutliche Einbußen hinnehmen.

Grünberg – »Jeder nur ein Kreuz« - nach diesem Motto wählten immerhin 40,4 Prozent der Grünberger. Sie mochten also weder kumulieren noch panaschieren. Darauf fußendes Trendergebnis der Kopfstimmen weist die Grünen als klaren Wahlsieger aus.

Mit 18,9 Prozent konnten sie ihr Ergebnis aus 2016 (10,7 Prozent) fast verdoppeln. Im Wahlbezirk Grünberg I wurden sie gar mit 35,6 Prozent stärkste aller Parteien. Bestätigt sich der Trend, holt die Partei sieben statt bisher vier Mandate. Auf eine Korrektur nach oben nach Auszählung der restlichen knapp 60 Prozent der Stimmen dürften vor allem die Freien Wähler hoffen: Die erfolgsgewohnte Gruppierung, die mit Frank Ide den Bürgermeister stellt, würde sonst mit fünf Prozentpunkten größter Verlierer. Freilich wäre man gemäß dem Trendergebnis mit 30,6 Prozent und elf statt 13 Sitzen weiter stärkste Fraktion. Und das mit Abstand, folgt doch die CDU erst mit 24,6 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte, neun 9 Sitze wie bisher) auf Platz zwei. Gefolgt von der SPD mit 19,5 Prozent, was ein Minus von 2,7 Punkten und sieben statt acht Sitze bedeuten würde. Für Kontinuität steht die FDP: 6,5 Prozent und drei Sitze hatte sie bereits 2016.

Wie es am Ende auch ausgehen mag, Grünbergs Stadtparlament geht seit den 1990ern dem Weg wechselnder Mehrheiten, und daran dürfte sich 2021 nichts ändern. (tb)

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