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Blick auf die Stadtmühle im Grünberger Brunnental, in deren Umgebung ein Mehrgenerationenplatz entsteht. FOTO: TB

"Wasserkunst"

Weg frei für Vorzeigeprojekt in Grünberg

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Die Finanzierung des Vorzeigeprojekts "Erlebnis- und Bildungsort Brunnental" steht, Ab dem Spätsommer lädt Grünberg ein, die historische Wasserversorgung zu erkunden.

Der Weg für das ambitionierte Projekt ist endgültig frei: Begleitet zwar von Kritik am Verfahren, hat das Stadtparlament am Donnerstag doch einmütig den Nachschlag von 120 000 Euro für den "Erlebnis- und Bildungsort Brunnental" bewilligt.

Also stehen nun 370 000 Euro bereit, um ein Alleinstellungsmerkmal der Gallusstadt einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen. Gemeint ist die sogenannte "Wasserkunst", mittels derer bereits 1419 das wertvolle Nass aus dem Tal gut 50 Meter in die Stadt hinauf gepumpt wurde. Eine technische Meisterleistung, die ab dem Spätsommer mit einem "Historischen Wasserweg" mit Pulttafeln und Ausstellungen veranschaulicht werden soll.

Da das Brunnental zu großen Teilen unter Naturschutz steht und viele Bio- und auch Geotope beherbergt, soll es zudem einen Naturpfad geben.

Im Spätsommersoll es fertig sein

Zum Publikumsmagneten dürfte der Mehrgenerationenplatz mit Wasserspielanlage und Kneippbecken an der Stadtmühle werden. Durch das Einbeziehen von Ideen der ehrenamtlichen AG "Brunnental" sowie der Kita am Rondell hatte es hier einige Änderungen gegeben. Woraus laut Magistrat ein "deutlicher Mehrwert" des Projekts resultierte - aber auch Mehrkosten. Zum andere aber habe man an anderen Gewerken, genannt werden Malerarbeiten oder die Besucherinformation, aufgrund von günstigeren Angeboten Einsparungen erzielt. Auch dank Streichungen, darunter die Fitnessgeräte für Erwachsene am Kneippbecken oder die Reduzierung der Möblierung, konnte der Gesamtbedarf um 40 000 bis 50 000 Euro gedrückt werden. Statt der im Spätherbst avisierten über 400 000 Euro ist man daher bei 370 000 Euro gelandet. 200 000 Euro steuert die EU bei.

200 000 Euro von der Europäischen Union

In der aktuellen Sitzungsrunde aufs Neue kritisiert wurde das Verfahren, heißt die späte Information der Stadtverordneten über die Kostensteigerung. "Gestartet sind wir mit 250 000 Euro, die Ausschüsse oder der Ältestenrat hätten früher beteiligt werden müssen. So sind wir gewissermaßen zur Zustimmung gezwungen", monierte Reinhard Ewert (Grüne). Um doch anzufügen: "Klar, das ist eine tolle Planung." Die Kritik hatte im Vorfeld bereits SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Wolf geäußert. Um jetzt aber zu würdigen, dass seither Einsparmöglichkeiten gesucht und gefunden wurden. Bürgermeister Ide erinnerte an dieser Stelle an seine Worte aus dem Vorjahr, 2019 etatisierte Mittel auf Basis von Schätzungen könnten am Ende nicht reichen. Und nochmals bat er auch die immensen Eigenleistungen der Ehrenamtlichen zu beachten.

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