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Videoaufnahme für die Schlagerrevue der Musik- und Kunstschule Grünberg.

»Film ab« im alten THW-Heim

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Grünberg (dis). Auch in dieser wiederum von der Pandemie geprägten Saison sollte es nicht anders sein: Bei der Musik- und Kunstschule Grünberg (MuKS) standen die Projektabschlüsse an. Und das für mehrere Maßnahmen, gefördert vom Bundesprogramm »Kultur macht Stark«. Für das Ganzjahresprojekt »Revue mit Musik aus den 20ern« musste die öffentliche Aufführung in der TKS (Kooperationspartner) auch diesmal ausfallen.

Premiere für »Haus der Musik«

Geleitet von Lehrern der MuKS war es überwiegend online über die Bühne gegangen, gemeinsame regelmäßige Proben mit Darstellern, Chor und Musikern waren nicht möglich gewesen. Die Lockerungen der Corona-Verordnungen ließen wenigstens einen Probentag zu, um - wie bereits im Vorjahr - vom Musical ein Video zu produzieren. Erstmals fand dies in dem neuen Haus der Musik statt.

Schon von weitem hörte man es nun aus den ehemaligen THW-Heim gackern, da gerade der Schlager »Ich wollt, ich wär ein Huhn« erklang. Auch waren Bläser, Gitarrengruppe, der Streicher, Chöre und Solisten zu vernehmen. Drinnen herrschte lebendiges Treiben: Schauspielerische Szenen wurden durchgesprochen, Tonfolgen erneut angesungen, Mimik und Gestik abgestimmt. Zu den Drehtagen wurde der Aufnahmeraum in schwarz ausgekleidet, um die Akteure besser in Szene setzen zu können. Eigens engagierte Profis für Veranstaltungs- und Tontechnik legten den Boden mit einem »Eventteppich« aus, um den Raum akustisch »trocken« zu halten. Die mitwirkenden Jugendlichen präsentierten sehr engagiert, zeigten mit viel Herzblut ihr Können.

Schmachtende Liebesepen kamen ebenso zu Gehör wie das bittere Bekenntnis einer Kleptomanin, die einfach alles haben muss, was glänzt und glitzert. Nicht fehlen durften »Der kleine grüne Kaktus« und bereits erwähntes Gackern beim Gassenhauer »Ich wollt, ich wär ein Huhn«. Interpretiert wurden etwa auch Songs wie »A foggy Day« von George Gershwin oder der Musicalhit »On the Ritz«

Die Besetzungen reichten von Soloparts bis zu kleinen Instrumentalensembles. Die Musik begeisterte mal mit viel Charme und zarten Tönen, kam dann wieder lautstark, und energiegeladen daher. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine aufregende Erfahrung, mit einem Profiteam zusammenzuarbeiten. Als aus der Regie die Anweisung erklang: »Filmklappe die Erste - Aufnahme läuft«, lernte denn auch der eine oder die andere kennen, was Lampenfieber bedeutet.

Video erscheint auf YouTube-Kana

Die musikalische Gesamtleitung hatte Gesangslehrerin Gabriele Hierdeis, für die schauspielerischen Szenen war Natasha Wilde verantwortlich, die es mit wenigen Mitteln schaffte, den Geist der 20er in die Köpfe der Darsteller zu zaubern.

Derzeit werden die Aufzeichnungen bearbeitet. Das Video wird im Laufe der nächsten Wochen auf dem Youtube-Kanal der MuKS zu sehen sein.

Nach diesen drei angefüllten Tagen wünschen sich alle Akteure nichts sehnlicher, als dass ihr nächstes Projekt wieder unter normalen Bedingungen stattfinden kann, mit echtem Publikum und tosendem Applaus. Die Fachkräfte und Schulleiter Bernd Niesner zeigten sich stolz auf die Leistungen der Teilnehmer.

Anmeldungen für eine kostenfreie Teilnahme am nächsten Projekt nach den Sommerferien nimmt die Schule bereits entgegen. Kontakt: www. musikschule-gruenberg, info@ musikschule-gruenberg.de, Tel. 0 6401 3350.

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