Grünbergs neue Kita "Zauberwald". Die Fotos zeigen zwei der renovierten Nurdachhäuser (links die "Magische Bücherei"), eine Teilansicht der Haupt- sowie der Extremwetterunterkunft der Waldgruppe. FOTOS: TB
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Grünbergs neue Kita "Zauberwald". Die Fotos zeigen zwei der renovierten Nurdachhäuser (links die "Magische Bücherei"), eine Teilansicht der Haupt- sowie der Extremwetterunterkunft der Waldgruppe. FOTOS: TB

Entspannung - fürs Erste

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Grünberg(tb). Von wegen Waldesruh: Nach Jahren des Leerstands kehrt wieder Leben ein in die ehemalige AWO-Freizeitstätte am Rande Grünbergs, ist doch dort gestern der neue Kindergarten eingezogen.

Im "Zauberwald" finden fünf Gruppen Platz, darunter die erste Waldgruppe der Großgemeinde. Der Umbau der rund 60 Jahre alten Gebäude ist mit 3,07 Millionen Euro veranschlagt; darin enthalten ist der Ankauf der Immobilie für 480 000 Euro, abzuziehen ist ein Landeszuschuss von 1,25 Millionen Euro.

Die bereits vierte Kita in der Kernstadt - vor zweieinhalb Jahren erst war für 2,6 Millionen Euro ein Neubau im "Baumgartenfeld" errichtet worden - sorgt fürs Erste für entspannte Mienen im Rathaus. Unterm Strich, also nach Einrechnung der drei Gruppen aus der Kita "Grisu" als neuem Mieter, sind es jetzt zwei Gruppen oder rund 40 Plätze mehr. Selbst in der Kernstadt kann die Verwaltung nun allen Nachfragen entsprechen, in Lumda und Reinhardshain gibt es sogar noch freie Plätze (die freilich von Kernstädtern nicht so gern genommen werden). Zumindest bis April, so weit reichen die Prognosen, sei man "safe", bestätigte auf Nachfrage Hauptamtsleiter Edgar Arnold. Sofern es danach dennoch eng werden sollte - eine Option könnte eine Kita im "Schwedendorf" sein, entsprechende Ideen hat Graf Solms vor Längerem bereits eingebracht.

Kita Lehnheim bis Mittwoch dicht

Der "Zauberwald" beschäftigte auch den Sozialausschuss des Stadtparlaments. Da es mit dem Umzug ein paar Monate später als bei Aufstellung des Etats gedacht geklappt hat, müssen rund 20 000 Euro für die Miete des alten THW-Gebäudes sowie "Grisus" Umzug nachgeschossen werden.

Was der Fachausschuss aber im Zuge der einstimmigen Empfehlung für den Nachtrag durchgewunken hat. Die SPD enthielt sich, will zunächst die Prüfung auf Bedarf und Umsetzbarkeit ihres Antrags durch den Magistrat abwarten: Fraktionschefin Claudia Wolf hatte mit Hinweis auf den Haushaltsüberschuss von 163 000 Euro beantragt, 50 000 Euro für den Kauf von Lüftungsgeräten zu verwenden. Einzusetzen in Kitas, in denen ein Stoßlüften baulich nicht möglich sei.

Wie Bürgermeister Frank Ide sodann wissen ließ, ist die Kita Lehnheim zu Wochenbeginn wegen positiver Corona-Tests (ein Kind und dessen Angehörige) geschlossen worden. Gleiches gelte für eine Klasse der Grundschule Stangenrod, die von einem Geschwisterkind besucht wird. Was "Lehnheim" angeht, seien Tests der Kontaktpersonen bisher alle negativ gewesen, es stünden aber noch einige an. Wegen der Quarantäneanordnung bleibe die Kita nun bis zum 4. November dicht. In Sachen Pandemiebekämpfung fügte Ide noch an, bisher sehe man von einer Schließung der Bürgerhäuser ab. Nicht zuletzt, da sich vielerorts nur dort zehn bis 20 Menschen treffen könnten, um die Listen für die Gemeindewahl aufzustellen.

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