Windpark Grünberg II

Entscheidung auf Februar vertagt

  • Thomas Brückner
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Grünberg(tb). Wie bereits kurz berichtet, hat das Stadtparlament auf CDU-Antrag die Magistratsvorlage "Verträge für den Windpark Grünberg II" zurückgestellt. "250 oder 210 Meter - ein erheblicher Unterschied", begründete Birgit Otto (CDU) den Vorstoß. Dass zu wenig Zeit gewesen, Fragen das Naturschutzes noch zu beantworten seien, sekundierte Reinhard Ewert (Grüne).

"Fürs Durcharbeiten von nur acht Seiten Vertragstext war genug Zeit", zeigte sich Bürgermeister Ide verwundert. Grundsatzfragen seien doch bereits 2014 beantwortet, damals auch jetzt geplante zwei Windräder vertraglich fixiert worden. Einzige Änderung betreffe die Höhe. Also spreche nichts für ein Verschieben auf die Februar-Sitzung.

"Nach sechs Jahren und den Erfahrungen mit den Windrädern können sich schon Ansichten geändert haben", hielt dem Claudia Wolf (SPD) entgegen. Ebenso Jens Anders (FDP) sah eine wesentliche Änderung, führte - im Widerspruch zum Projektierer Trianel - Daten über eine höhere Lärmemission von 104 dB ins Feld.

Wieder Ide verwies auf die Planung des Projektierers, der schon so weit gediehen sei, um im ersten Quartal 2021 den Genehmigungsantrag beim RP einzureichen. Wer jetzt, womöglich aus wahltaktischen Gründen, diesen Zeitplan durchkreuze, schade auch der Stadt, da man weniger an Erträgen erziele. Einzig der RP, nicht aber die Stadt könne die Anlagen verhindern. Und wörtlich: "Im Februar haben sie auch nicht mehr Informationen. Ein Verschieben ist ziemlich unsinnig."

Die Mehrheit sah es anders: 16 Jastimmen von CDU, FDP und Grünen standen sieben Neinstimmen der FW sowie fünf Enthaltungen der SPD gegenüber.

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