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Pfarrerin Cordula Michaelsen (4. v. l.). nimmt Glückwünsche, Dankesworte und Präsente der Kirchenvorstände entgegen.

Eng mit dem »rauen Vogelsberg« verbunden

  • vonKarl-Ernst Lind
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Grünberg (ld). Glückwünsche und Dank für die geleistete Arbeit sprachen nun die Kirchenvorstände des Kirchspiels Lardenbach an Pfarrerin Cordula Michaelsen aus. Anlass war die nunmehr 20-jährige Dienstzeit der Seelsorgerin in den Seenbachtalgemeinden.

Die Pfarrerin hatte offiziell am 1. Mai 2001 das aus den Kirchengemeinden Lardenbach/Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain bestehende Kirchspiel übernommen. Ihrer Naturverbundenheit und des »rauen Klimas« wegen zog es sie nach einer zuvor schon einmal wahrgenommenen Vikarstelle in Laubach wieder in den westlichen Vogelsberg. Zur Pfarrerin ernannt wurde Michaelsen 1988 in Nauheim bei Groß-Gerau. Nach weiteren vier Jahren trat sie dann in Wiesbaden-Auringen eine Stelle als Seelsorgerin an.

Im Juli 2013 hatte sie in Lardenbach das 25-jährige Dienstjubiläum begangen. Ihr Wunsch, wieder in die Nähe des Vogelsbergs zu kommen, war bereits 2001 mit der Neubesetzung der zuvor von Pfarrer Tilman Schmidt besetzten und dann vakanten Pfarrstelle in Lardenbach in Erfüllung gegangen.

Viel Unterstützung

Schon das Vorstellungsgespräch in Lardenbach ließ bei ihr eine dann auch erfolgte gute Aufnahme in Oberhessen erkennen. So fühle sie sich bis heute sehr wohl und mit den Bewohnern der vier Dörfer und deren Geschichte eng verbunden. Die gute Atmosphäre und die Zusammenarbeit mit den Kirchenvorständen erfreue sie sehr. Sie habe stets bei verschiedenen Vorhaben und zahlreichen Aktionen eine breite Unterstützung erfahren, sagte sie nun anlässlich der Würdigung. Als Beispiele nannte sie die Wandergottesdienste, die Dorfweihnacht in Stockhausen, den »Adventskranz« in Lardenbach sowie hervorragende Kindergottesdienstarbeit in Weickartshain. Erwähnt wurde von Michaelsen auch die Kurrentschriftgruppe, die sich mit der Geschichte und dem Dorfleben in der Vergangenheit befasse. Eine besondere Herausforderung ist wegen der Corona-Pandemie die Gestaltung der Gottesdienste und des Konfirmandenunterrichts. So werden nach Aussage der Pfarrerin für die seit dem letzten Jahr noch ausstehenden und für die diesjährigen Konfirmationen entsprechende Lösungen gesucht.

Neben der seelsorgerischen Gemeindearbeit ist Cordula Michaelsen auch überzeugte Vertreterin im Dekanat Grünberg. Bis zum vergangenen Dezember erteilte sie zudem Religionsunterricht in Grünberger Schulen. In ihrer Freizeit erfreut sie sich unter anderem an Spaziergängen in der Natur und am Singen in einem Chor.

Ihrer Aussage, auch weiterhin bis zum Ende ihrer Dienstzeit als Pfarrerin im Seenbachtal tätig sein zu wollen, dürfte zu entnehmen sein, dass sie sich tatsächlich in den Gefilden des Vogelsberges wohlfühlt - zumal sie auch mittlerweile einen Teil des oberhessischen Dialektes verstehen kann.

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