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Freude bei Projektbeteiligten und Einwohnern: Die Lumdabrücke ist nach rund einjähriger Bauzeit fertig.

Endlich wieder freie Fahrt in Lumda

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Grünberg (tb). Gut ein Vierteljahr später als geplant und ausgeschildert sind die Arbeiten an der Brücke im Zuge der Kreisstraße 41 in Lumda abgeschlossen. Gestern gaben die Baudezernentin des Landkreises Gießen, Dr. Christiane Schmahl, der Regionale Bevollmächtigte Westhessen von Hessen Mobil, Eugen Reichwein, Grünbergs Bürgermeister Frank Ide sowie weitere Projektbeteiligte den Ersatzneubau frei. Übrigens bereits der Zweite in und über die Lumda in kurzer Zeit, war doch erst 2017 die Brücke in der Dorfstraße ersetzt worden.

Rund ein Jahr hatten diesmal die Arbeiten gebraucht, mit der Freigabe des Bauwerks konnte gestern auch die Vollsperrung der K 41 aufgehoben werden. Nurmehr Restarbeiten stehen noch an, die Straße muss dafür aber nicht mehr gesperrt sein.

"Die nächste Maßnahme auf einer langen Liste ist fertig", freute sich Kreisbeigeordnete Schmahl. Dass es diese Brücke "nötig hatte", merkte sie mit Hinweis auf die Belastungen durch den Lkw-Verkehr an. Ihrem Dank an alle Projektbeteiligten schloss sich Bürgermeister Ide an. Der würdigte zudem, dass auch auf rund 90 Metern, bis zur Einmündung auf die Dorfstraße, Fahrbahn und Gehwege saniert wurden. Was im Weiteren auch für Teilbereiche des Kanals und der Trinkwasserleitungen gilt.

Ortsdurchfahrt folgt 2022

Erfreut über das Ende der Umwege freuten sich gestern vor allem natürlich die Lumdaer Zaungäste. Nicht minder über diese Zusage der Kreisbaudezernentin, was die marode Ortsdurchfahrt angeht: "Die steht beim Landkreis Gießen für 2022 fest auf der Agenda." Mit einem Schmunzeln versicherte sie an die Adresse von Grünbergs Bürgermeister, dem von ihm avisierten "Kampf im Kreistag" bedürfe es daher nicht. Ebenso wenig für die Kreisstraße Stangenrod, die schon 2021 erneuert werde.

Zurück nach Lumda: Seit Oktober des Vorjahres hatte Hessen Mobil im Auftrag des Kreises die Brücke durch einen Neubau ersetzen lassen. Die Vorgängerin aus dem Jahr 1962 war sanierungsbedürftig, wies eine zu geringe Tragfähigkeit (Tonnagebeschränkung auf zwölf Tonnen) auf. Eine reine Sanierung hätte diesen Mangel nicht beseitigt, daher der Neubau. Bei den Planungen, so die Straßenbauer, seien auch naturschutzfachliche und landespflegerische Gesichtspunkte berücksichtigt worden. Aus Gründen der ökologischen Durchlässigkeit habe man daher unter der Brücke ein natürliches Substrat statt Pflaster gewählt.

Die Gesamtbaukosten des Gemeinschaftsprojektes von Landkreis Gießen, Stadt Grünberg und Zweckverband Dieberggruppe belaufen sich auf rund 900 000 Euro. Von diesen übernimmt der Kreis rund 720 000 Euro, der dafür einen Zuschuss des Landes über das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP I) in Höhe von 524 000 Euro erhält. Die Kommune überweist schließlich 130 000 Euro, der Wasserverband 50 000 Euro.

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