Einige Gründer noch dabei

  • Thomas Brückner
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Grünberg (pm). Duplizität der Ereignisse: In diesem Jahr werden die Freien Wähler und die Großgemeinde Grünberg 50 Jahre alt. Die Wählergemeinschaft wird ihr Jubiläum am morgigen Sonntag, 11 Uhr, im Seminarhotel Jakobsberg würdigen. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, fand am 21. Januar 1971 in der »Villa Emilia« die Gründungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft in der Großgemeinde Grünberg statt.

Insgesamt waren 109 Mitglieder anwesend.

Paul Schulz erster Vorsitzender

Zum ersten Vorsitzenden wurde Paul Schulz aus Lumda gewählt. Dessen Vertreter war Erich Funk (Klein Eichen), stellvertretender Schriftführer Heinrich Schmidt jr. (Grünberg) und Rechner Wolfgang Richter (Grünberg). Aus jedem Stadtteil wurde zudem ein Vertreter als Beisitzer gewählt.

Wichtigste Entscheidung der Gründungsversammlung war es, eine Liste für die erste Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 14. März 1971 vorzubereiten.

Die FW erinnern an dieser Stelle an die Vorgeschichte dieser historischen Wahl: Ende der 60er, Anfang der 70er hatte es Bestrebungen zum Zusammenschluss kleinerer Gemeinden zu größeren kommunalen Einheiten gegeben. »Diesem Ansinnen standen viele damalige Kommunalpolitiker skeptisch gegenüber«, heißt es in der Mitteilung weiter. Durch die wachsenden Gemeindegrößen sollte die »Selbstverwaltungsfähigkeit« und so die kommunale Unabhängigkeit gestärkt, die Effektivität der Verwaltung gesteigert und die finanzielle Situation vor allem der kleineren Gemeinden verbessert werden. Jedoch habe diese Idee nicht bei allen Gehör gefunden, fürchtete man doch den Verlust von Selbstbestimmung und Einfluss auf die Geschicke des eigenen Ortes.

Wie der Hauptsatzung der Stadt vom Juli 1972 zu entnehmen, glückte nach »einigen Gesprächen« auch in Grünberg der Zusammenschluss. Am 31. Dezember 1970 wurden Beltershain, Göbelnrod, Klein-Eichen, Lumda, Queckborn, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain, am 1. Februar 1971 Harbach und Lardenbach und am 31. Dezember 1971 Lehnheim eingegliedert. Mit Reinhardshain konnte zum 1. April 1972 die Bildung der Großgemeinde abgeschlossen werden.

Am Ende machen die Freien Wähler darauf aufmerksam, dass ihnen einige Gründer bis heute die Treue halten. Dies sind: Horst Pracht (Grünberg), Wilfried Geiss und Willi Stühler (Lehnheim), Ernst Heger, Wolfgang Pfeiffer, Willi Jäger und Erwin Görnert (Queckborn) sowie Reinhold Siersch, Lutz Armin Keil, Rudi Hausmann und Eugen Löchel aus Stangenrod.

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