Pfarrer i. R. Miethe erinnert an einen berühmten Forscher.
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Pfarrer i. R. Miethe erinnert an einen berühmten Forscher.

Einem sagenumwobenen Schatz ganz nah

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Grünberg(dis). Mit einem spannenden Vortrag über Heinrich Schliemann (1822-1890) eröffnete Pfarrer i. R. Hartmut Miethe das Jahresprogramm des Barfüßer-Förderkreises Kultur. Schliemanns Name ist eng verbunden mit der Suche nach Troja, der sagenumwobenen Stadt in Homers Geschichte von der Ilias. Vor zahlreichen Zuhörern ging Miethe auf die aktuelle Ausstellung im Britischen Museum in London ein, die sich mit dem Wirken des Archäologen befasst.

Miethe zeichnete die Biografie des Forschers nach, der schon als Kind von den Geheimnissen der Geschichte ergriffen war. Zielstrebig trieb er seine schulische und berufliche Ausbildung voran, um dann als Kaufmann ein großes Vermögen zusammenzutragen. Das ermöglichte ihm, seinen Traum, die antike Stadt zu finden, zielstrebig zu verfolgen. Nach langen, mühsamen und kostspieligen Vorarbeiten erreichte der Archäologe sein Ziel und entdeckte den Schatz vor Troja, der noch heute als großer Sensationsfund gilt.

Zielstrebigkeit führt zum Erfolg

Miethe stellte auch dar, wie sich in dem Wirken Schliemanns Mythos und Realität vermischten, weil er zu intensiv den Berichten des Schriftstellers Homer über den Trojanischen Krieg Glauben schenkte. Allerdings ist es Schliemann gelungen, in der vielschichtigen Ausgrabungsstätte bedeutsame Zeugnisse ans Tageslicht zu bringen. Der Umgang mit diesen Schätzen beschädigte zuweilen Schliemanns Reputation. Lange musste er um Anerkennung in der wissenschaftlichen Fachwelt ringen, obwohl er wesentliche neue Methoden für die archäologische Arbeit entwickelte, die zum Teil heute noch eingesetzt werden. Miethe unterstrich, dass die Zielstrebigkeit Schliemanns mit großem Erfolg belohnt wurde.

Der Abend schloss mit einer Bilderschau, die wesentliche Teile des Schatzes aus Troja zeigte und von Marvin Reitz vorbereitet worden war. Die Vorsitzende des Kulturvereins, Monika Schlosser, dankte dem Referenten herzlich. FOTO: DIS

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