+

Aus der Not eine Tugend gemacht

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
    schließen

Grünberg(tb). So ist das nun mal in diesen merkwürdigen Zeiten: Ob der Infektionsgefahr ist der gewohnte Sportunterricht nicht möglich. Die Schule am Diebsturm in Grünberg aber hat aus der Not eine Tugend gemacht.

Um dem Bewegungsdrang der Grundschüler genüge zu tun, ging es des Öfteren ins Brunnental. Dabei stieß Lehrern wie Schülern die Unsitte mancher Zeitgenossen auf, ihren Abfall in der Natur zu entsorgen. Also befreiten die Klassen 3 b und 3 c mit Schulleiterin Anja Peppler und Dominic Keller zunächst das Tal von Unrat. Was aber nur die Initialzündung für eine groß angelegte Müllsammelaktion sein sollte. Nahezu 400 Kinder waren zwei Wochen lang mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen des Sportunterrichts in und um Grünberg unterwegs. Ziele waren sozusagen die "abfalltechnischen Hotspots" der Gallusstadt, darunter der Eisteich oder die Spielplätze. Dominic Keller, als sozialpädagogische Fachkraft neu im Team der Schule, koordinierte das Vorhaben und brachte Ideen zur Aufarbeitung in den Unterricht ein. Für die Aktion begeisterte sich Adrian Horst (auf dem Foto rechts), Inhaber der "Grünberger Markthalle", und stellte Handschuhe kostenfrei zur Verfügung. Auch die Stadt half, entsorgte doch der Bauhof täglich die großen Mengen Müll. "Ziel ist es, in der Zeit des eingeschränkten Sportunterrichts für das eigene Umfeld praktisch und mit viel Bewegung einen sinnvollen Beitrag zu leisten", erklärte Anja Peppler im GAZ-Gespräch. Und fügte hinzu, dass viele Kinder Freude an der Aktion hatten.

So wie Morhaf und Frieda, die von einigen überraschenden Funden zu berichten wussten. Darunter sogar eine Bratpfanne und ein einzelner Kinderschuh. FOTO; TB

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare