Eine schlagkräftige Wehr aus zwei Abteilungen

  • VonHans-Joachim Losert
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Grünberg (fp). Während Corona das Vereinsleben überall einschränkte, galt es für die Feuerwehr Stangenrod im Jahr 2020, richtungsweisende Entscheidungen zu treffen. In einer gemeinsamen Sitzung mit der Einsatzabteilung des Nachbarortes Lehnheim wurde unter strengen Sicherheitsvorschriften die Zusammenlegung beider Wehren an einem Standort erörtert.

Der Sachverhalt wurde nun bei der Hauptversammlung der Brandschützer in Stangenrod nochmals erläutert.

Hintergrund seien jedoch nicht etwaige Nachwuchssorgen, sondern künftige Fahrzeuganschaffungen sowie die Sanierung beider Gerätehäuser, um den Sicherheitsvorschriften Rechnung zu tragen.

Die große Mehrheit der Einsatzkräfte sah in einer Zusammenlegung deutlich mehr Chancen als Risiken. Wehrführer Tobias Bock machte in der Versammlung die langfristige Sicherung der Einsatzbereitschaft für beide Orte deutlich. Es werde eine schlagkräftige Wehr aus zwei funktionierenden Abteilungen gebildet.

Einsatz beim Bombenfund

Bessere Ausbildungsmöglichkeiten, ein neues Fahrzeugkonzept und hochwertige Jugendarbeit seien weitere Vorteile. Mittlerweile wurde der Beschluss zum gemeinsamen Standort auch in den politischen Gremien gefasst.

Wehrführer Bock berichtete zudem von vier Einsätzen. Dazu zählte der Bombenfund in Grünberg oder die Ausleuchtung eines Landeplatzes für den Rettungshubschrauber.

Bei 15 Übungen bildeten sich die Wehrleute weiter, stark eingeschränkt und erschwert durch die beiden Corona-Lockdowns. Zahlreiche Einheiten fanden online statt.

Erfreulich registriert wurde von den Aktiven der Eingang des Zuwendungsbescheides für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug - Wasser.

Erster Termin 2020 für den Nachwuchs war die Weihnachtsbaum-Sammelaktion, berichtete Jugendwartin Theresa Dörr. Vieles fiel der Pandemie zum Opfer, aber zehn Gruppenabende waren möglich, behandelt wurden dabei Themen wie Sprechfunk, Knoten und Stiche oder Fahrzeug- und Gerätekunde. Ende des letzten Jahres waren 13 Jugendliche aktiv.

Die Buchführung von Henning Schäfer ließ keine Fragen offen. Die Kassenprüfer Roland Mohr, Ralf Hausmann und Andreas Nau bescheinigten tadellose Arbeit, die Entlastung durch die Versammlung erfolgte einstimmig.

Im Anschluss stellte Vorsitzender Stephan Hahn in einer Präsentation das neue Fahrzeug und den Entwurf für das gemeinsame Gerätehaus vor.

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