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Das langsame Verschwinden des Grünberger Magistrats

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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»Seit Jahren, eher seit Jahrzehnten, kann man das langsame Verschwinden des Magistrates im Grünberger Wald beobachten«, schreibt unser langjähriger Leser Reinhard Ewert. Die Zeilen dürfte er mit einem Schmunzeln verfasst haben, ist doch Grünbergs städtische Exekutive in realiter keineswegs im Wald verschwunden. Obwohl: Angesichts der immensen Trockenschäden wäre zumindest eine Klausur im kommunalen Forst keine so schlechte Idee.

Wie am Foto aber unschwer zu erkennen: Hier geht es um das Verschwinden des Magistrats von der Bild-, äh Schildfläche.

Vor 20 Jahren war noch der gesamte Text auf dem Verkehrszeichen, zu bewundern unweit des Schulzentrums, zu lesen gewesen: »Privatweg gesperrt / Kraftfahrzeugverkehr /außer Forstbetrieb / Magistrat der Stadt Grünberg«. Heute sind nur noch Reste des »Magistrates« erkennbar. Welche Erkenntnis ist aus dieser Entwicklung zu ziehen? Für Ewert zeigt es in aller Klarheit, dass die Natur, wenn man sie lässt, stärker als Institutionen und Blechschilder ist. Der Betrachter dieses Naturschauspiels wünscht dem Baum schließlich ein langes Leben - »und dem Schild samt Inhalt die Einsicht in die Vergänglichkeit menschlichen Handelns!« pm/tb/FOTO: PM

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