Cura Sana steht vor der Pleite

  • vonStefan Schaal
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Grünberg(srs). Die Unternehmensgruppe Cura Sana, die ein Seniorenzentrum in Grünberg betreibt, steht vor der Insolvenz.

Welche Konsequenzen dies für die Bewohner und die Mitarbeiter in dem Grünberger Pflegeheim hat, ist noch unklar. Es gebe erste Gespräche, "eine dauerhafte Lösung zu finden", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Peter Theile am gestrigen Freitag in einem Schreiben an die Mitarbeiter des Seniorenzentrums. Die Leiterin der Einrichtung, Melanie Hönig, und die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe waren am Freitag nicht erreichbar.

Ein Pfleger in dem Heim berichtete gegenüber dieser Zeitung, die Heimleiterin habe das Personal über die drohende Insolvenz noch nicht informiert. Auch von der Geschäftsführung der Cura Sana Pflegedienste gGmbH mit Sitz in Bad Camberg, gegen die das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet worden ist, habe er bisher nichts zu der aktuellen Situation erfahren. Unverständlich sei für ihn zudem, dass in dem Heim in Grünberg erst kürzlich zwei neue Pflegekräfte eingestellt wurden, obwohl die finanzielle Schieflage des Unternehmens seit Längerem bekannt sei. Man habe für Januar noch keinen Lohn erhalten, sagt er. "Meine Kräfte sind am Ende. Wir stehen total im Abgrund. Jetzt können viele Mitarbeiter ihre Miete nicht mehr zahlen und den kompletten Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren."

Bitte um Geduld

Der vorläufige Insolvenzverwalter versicherte, Löhne und Zuschläge für die Monate ab Januar würden über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert und sollen ab kommende Woche gezahlt werden. "Wir möchten Sie bitten, Geduld aufzubringen", erklärte er in dem Schreiben an die Mitarbeiter des Pflegeheims. "Wichtig ist, dass Sie der Insolvenzverwaltung nun die Zeit geben, an dieser Lösung, sowohl im Interesse der von Ihnen betreuten Bewohner als auch in Ihrem eigenen Interesse, zu arbeiten."

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