Bender-Geschäftsführer mit Bouffier in Nordamerika

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Grünberg (pm). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) weilt noch bis zum morgigen Sonntag in Nordamerika. Anliegen der einwöchigen Reise ist es, die bestehenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen und Kooperationen zu würdigen, auszubauen und die Beziehungen mit neuen Impulsen und Ideen zu bereichern. Zur Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gehört auch Markus Schyboll, Geschäftsführer der Bender GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Grünberg.

Bouffier engagiert sich bei seinen Stationen in Toronto, New York, Milwaukee und Chicago vor allem für den Wirtschaftsstandort Hessen. Um die Vermarktung zu stärken, hat Bouffier unter anderem eine neue Auslandsrepräsentanz in Chicago (Illinois) offiziell eröffnet, die hessischen Unternehmen helfen soll, Kontakte zu knüpfen. In Kanada stand ein Besuch bei eCAMION auf dem Programm, einem in Toronto ansässigen Entwickler von Energiespeichersystemen.

Bender-Technik in Kanada

Die USA und Kanada sind für Hessen wichtige Handelspartner. Importe aus Kanada und auch der hessische Export nach Kanada haben im vergangenen Jahrzehnt stark zugenommen. Ein zukunftsweisender hessischer Export nach Kanada ist beispielsweise die Bender-Technik, die Schnellladestationen (Level 3) für Elektrofahrzeuge auf dem Trans-Canada-Highway (TCH) sicherer macht. Im Auftrag der kanadischen Regierung errichten drei Unternehmen auf einem 3000 Kilometer langen Teilstück der transkontinentalen Straßenverbindung 34 Ladestationen für Elektrofahrzeuge, um so den Verkauf entsprechender Automobile anzukurbeln.

Die 17,3 Millionen US-Dollar teure Ladeinfrastruktur, die zwischen Ontario und Manitoba im Südosten Kanadas installiert wird, ermöglicht Autofahrern, ihre emissionsfreien Fahrzeuge nicht in sechs bis acht Stunden, sondern in nur rund 20 Minuten aufzuladen. Das soll die "Reichweitenangst" vieler Fahrer überwinden - eines der größten Hindernisse für die weltweite Einführung von Elektroautos.

Eine Ladestation besteht aus einem Energiespeichersystem, das großformatige Lithium-Ionen-Batterien und mehrere Steckdosen verwendet, sodass bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig schnell geladen werden können. Dadurch wird laut Entwickler das Versorgungsnetz kaum belastet.

Bender Kanada präsentierte Lösungsmöglichkeiten für ein sicheres Laden, die den Kunden letztlich überzeugten. Nach Abschluss der Tests entschied man sich für den Einsatz von Isolationsüberwachungsgeräten aus dem Hause Bender.

Bender ist somit bereits Teil des kanadischen Energie-Innovationsprogramms, das die Einführung emissionsfreier Fahrzeuge fördern und ein nationales Netz von Ladestationen schaffen will. Durch dieses Infrastrukturprojekt für Elektrofahrzeuge, das gleichzeitig weltweit eingesetzt werden kann, sollen Emissionen in den ersten fünf Betriebsjahren um schätzungsweise 0,7 Millionen Tonnen gesenkt werden.

Wie werden in Zukunft Kommunikation, gegenseitiger Handel, finanzielle Aktivitäten und unsere Welt gestaltet? Diesen und anderen Fragen geht die hessische Delegation noch bis Sonntag nach.

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