Auszeichnung für Gallusschule

  • vonHannelore Diegel
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Grünberg(eva). Jugendlichen eine berufliche Perspektive geben. Das gehört schon immer zum Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit der Gallus-Schule. Schon seit 2010 arbeitet die Schule am Projekt "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule - Beruf" (OloV) und hatte dafür erstmalig 2012 das "Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen" erhalten.

Jetzt wurde die Grünberger Einrichtung vom Netzwerk Berufswahlsiegel als eine von zwei Schulen aus Hessen als Siegel-Botschafterschule ausgezeichnet. Damit wurden die seit Jahren vielfältig angebotenen Projekte der Gallus-Schule prämiert. Beteiligt an der Auswahl der Schulen ist neben führenden deutschen Unternehmen auch die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Intensive Betreuung in der Berufsorientierungsstufe der siebten bis neunten Klassen ist fächerübergreifendes Prinzip des Unterrichts. Angefangen vom Erkennen der eigenen Fähigkeiten und berufsbezogenen Fertigkeiten bis zur Entwicklung von Soft Skills (Kompetenzen im zwischenmenschlichen Bereich, Fähigkeit im Umgang mit anderen Menschen) werden die Schüler auf die Berufswelt vorbereitet.

Praktische Erfahrungen

Zum Konzept gehört zum Beispiel die Mitarbeit in der Schülerfirma "Die Werkklötze", die von Schreiner und Schulsozialarbeiter Volker Mehmet und Förderschullehrer Kai Müller-Lenz geleitet wird. Neben dem Bauen von Schulbänken für andere Einrichtungen verlegt die Schülerfirma auf dem eigenen Schulhof den Rollrasen am neuen Sandspielkasten.

Auch bei der Organisation des Schulkioskes, von Einkauf und Kalkulation bis zur Herstellung gesunder und nachhaltig verpackter Leckereien, finden sich Arbeitsfelder. Die Fähigkeit, im Team zu arbeiten sowie mathematische Kompetenzen und Führungsqualitäten sind geforderte Profile. Hohen Stellenwert hat auch die Pflege des Außengeländes. Dort können Schüler jeden Alters und Förderbedarfs ihre praktischen Erfahrungen im Bereich Landschaftspflege sammeln.

Katja von dem Borne, Abteilungsleiterin für den Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung", erarbeitete mit ihren Schülern einen Berufswahlordner. Darin finden Erfahrungen aus Praktikum und berufsbezogenem Unterricht ihren Platz und werden zur Entwicklung eines Berufswunsches ausgewertet. So gerüstet, finden viele junge Menschen nach dem Schulbesuch einen guten Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt.

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