Nini Funke nimmt den Beifall des Publikums entgegen. FOTO: DIS
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Nini Funke nimmt den Beifall des Publikums entgegen. FOTO: DIS

Ausgefeilte Interpretationen großer Meister

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Grünberg(dis). Zu einem Konzert mit der renommierten Pianistin Nini Funke hatte der Barfüßer-Förderkreis Kultur am Sonntag - unter Beachtung der coronabedingten Auflagen - ins Barfüßerkloster eingeladen. Schon zum Auftakt wurde deutlich, dass Funke nicht zu Unrecht zu den ausdrucksfähigsten jungen Pianisten der Gegenwart zählt: Ihre ausgefeilten Interpretationen begeisterten das Grünberger Publikum. Mit ausgeprägter Virtuosität vermittelte sie auf eindrucksvolle Weise den musikalischen Gehalt der von ihr gespielten Kompositionen.

Zum Auftakt des Konzertes erklang die Sonate A-Dur D664 von Franz Schubert. Kaum die Tasten berührend, zog Funke mit ihrem sanft dahingleitenden Spiel die Zuhörer in ihren Bann. Die Virtuosität Franz Liszts und dessen romantischen Anklänge wurden in der Komposition "Die Kapeller des Wilhelm Tell" aus einer Sammlung von 26 Charakterstücken für Klavier solo eindrucksvoll dargestellt. Zwei Balladen von Johannes Brahms brachte die Pianistin im Anschluss mit Verve zu Gehör.

Auch den Kompositionen Edvard Griegs ist die Künstlerin zugetan, denn die lyrischen Stücke "Notturno", "Hochzeitstag auf Troldhaugen", "An den Frühling" und "Zug der Zwerge" ließen ihre ganze Bandbreite an musikalischer Ausdrucksfähigkeit lebendig werden. Modest Mussorgskys Komposition "Bilder einer Ausstellung" stellte den abschließenden Höhepunkt des Konzerts dar. Nini Funke machte dabei noch einmal alle Register ihres ausgezeichneten, ausdrucksvollen und variantenreichen Klavierspiels hörbar. Sie nahm den hochverdienten Applaus eines dankbaren Publikums mit nach Hause.

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