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Christine Geitl und Gerd Schulz.

Ausflug in den Hochbarock

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Grünberg/Reiskirchen (fp). Die beliebte Reihe "Sommermusik auf dem Wirberg" wird 2019 fortgesetzt. Den Auftakt machte am Samstag in der zwischen Saasen und Göbelnrod gelegenen Kirche mit dem Flötisten Gerd Schulz (Butzbach) ein herausragender Künstler. Begleitet wurde er an der Orgel und am Cembalo von Christine Geitl (Grünberg), Kirchenmusikerin im Dekanat Vogelsberg. Eingangs hatte Pfarrer Rolf Schmidt in seiner Begrüßung das Wertvolle dieses Abends hervorgehoben. An einem heißen Frühsommertag spende das Gotteshaus angenehme Kühle und man könne nach einer arbeitsintensiven Woche zur Ruhe kommen. Die Klänge der Musik machten dabei neugierig und erwartungsvoll.

Informell sagte Schulz die Stücke an, er spielte auf mehreren Blockflöten. Den klanglichen Auftakt bildete "Largo", eine Sonate in F-Dur aus dem Hochbarock des italienischen Violinisten und Komponisten Francesco Maria Veracini. Es folgte die Partita 2 "Siciliana-Aria-Allegro" von Georg Philipp Telemann, der unter anderem städtischer Musikdirektor in Frankfurt war und seinerzeit die Stelle des Thomaskantors in Leipzig abgelehnt hatte. Aus der englischen Tradition der Maskentänze kamen in der Kombination von Blockflöte und Cembalo die Stücke "Adsonns Maske", "Cuparee or Graysin" und "The Satrys Masque" zu Gehör.

Von England ging es dann nach Italien um 1600. Von Girolamo Frescobaldi erklang die Canzona "La Bernadinia". Die Partita 5 "Andante-Vivace-Presto" für Sopranblockflöte und Orgel von Georg Philipp Telemann folgte. Den Abschluss bildete die Sonate g-moll "Allegro ma non presto" von Antonio Vivaldi aus dem italienischen Hochbarock. Schmidt dankte Geitl und Schulz und lud das Publikum zur nächsten Sommermusik ein. Am 17. August wird in dem Gotteshaus Rock und Pop erklingen: Zu Gast ist die Gruppe "Sing und Swing" aus Rodheim-Bieber unter der Leitung von Rainer Geitl.

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