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Blick in den Melkraum.

Aus dem Alltag der Milchschafe

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Grünberg (dis). Mit einem lauten "Mäh" wurden am Sonntag zahlreiche Besucher beim Hoffest der Klein-Eichener Hofkäserei willkommen geheißen. Kein Wunder, denn auf diesem Bioland-Hof werden Schafe seit dem Jahr 2017 gemolken und handwerklicher Schafskäse von Birgit Aue und Udo Senczkowski selbst hergestellt.

Die beiden Betreiber verbanden das Fest mit einem besonderen Anlass, denn beide werden in diesem Jahr zusammen 100 Jahre alt.

Bei den Hofführungen erfuhren die Besucher viel Interessantes aus dem Alltag der Milchschafe. Nachdem man es erst mit Milchkühen zu tun hatte - sechs Kühe vom rotbunten Vogelsberger Höhenvieh sind immer noch vorhanden -, wurde sich auf Milchschafe der französischen Lacaune-Rasse spezialisiert. Je nach Schaf liefern diese 0,8 bis 2,5 Liter Schafsmilch pro Tag. Beim Nachwuchs werden die weiblichen Schafe wieder in die Milchproduktion einbezogen, die männlichen Schafe zum Teil gleich Metzgern zur Fleischverwertung abgegeben oder selbst aufgezogen und im Herbst geschlachtet.

Pasteurisierung bei 63 Grad

Einmal täglich werden die Schafe von März bis November gemolken, bevor in der Käserei der eigentliche Prozess des Käsens zweimal in der Woche stattfindet. In den Räumlichkeiten müsse auf absolute Hygiene geachtet werden, erläuterte Aue. Im Käsekessel können bis zu 300 Liter Milch erhitzt werden. Nachdem die Milch schonend bei 63 Grad pasteurisiert wurde, werden durch die Zugabe von Käserei- und Joghurtkulturen, Lab und die Bearbeitung von Hand die verschiedenen Ausgangsprodukte hergestellt. Durch Ausschöpfen, Kochen und Reifung entstehen die unterschiedlichen Käseprodukte, die man dann bei der Hofkäserei im Hofladen vor Ort kaufen kann, ebenso auf Märkten in der Region und in einem Supermarkt in Grünberg. Beim Hoffest konnten die Besucher diverse Käsesorten erwerben, sich an leckeren Gerichten und erfrischenden Getränken erfreuen - und auch der angebotene Käsekuchen schmeckte ganz hervorragend.

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