Großer Zusammenhalt

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Der Jagdverein Hubertus Gießen und Umgebung begeht im kommenden Jahr ein großes Jubiläum. Ein Jahrhundert Vereinsgeschichte - auf diese lange Tradition schaut Vorsitzender Dieter Mackenrodt voller Stolz. Doch besonders mit Blick auf die momentane Gemengelage begegnet auch das Jagdwesen immer neuen Herausforderungen.

Corona-Pandemie, Afrikanische Schweinepest, die Auswirkungen des Klimawandels und viele weitere Themen waren nun Gegenstand des jähr-lichen "Jagdgesprächs" mit Landrätin Anita Schneider.

"Auch unsere Jägerschaft musste lernen, mit den Folgen der Corona-Pandemie zu leben", sagte Dieter Mackenrodt, der gleichzeitig Vizepräsident des Landesjagdverbandes Hessen ist.

Die Jägerprüfungen im Frühjahr sind ausgefallen, die Hubertusmesse sowie das Jagdhornblasen wurden abgesagt Und auch die Übungen an den Schießstätten wurden vorübergehend ausgesetzt. Nach dem Lockdown im Frühjahr hatte man sich in die bislang herrschende neue Normalität gewöhnt. So fand im September ein Erste-Hilfe-Seminar für Jagdhunde statt. Und das Veterinäramt des Landkreises ermöglichte ein Seminar zur Trichinenprobenentnahme.

"Nun stehen mit steigenden Infektionszahlen wieder neue Herausforderungen an", sagte Landrätin Anita Schneider. Für die Vereine sind diese Zeiten mit zahlreichen Einschränkungen verbunden. Wie viele treue Vereinsmitglieder es gibt, zeigt das Beispiel des Jagdvereins Hubertus sehr deutlich.

Allein im ersten Halbjahr 2020 sind trotz der Corona-Pandemie 92 neue Mitglieder beigetreten. Mit insgesamt 1200 Ehrenamtlichen ist der Gießener Jagdverein der größte Mitgliedsverein des Landesjagdverbandes in Hessen. Das sei eine beeindruckende Entwicklung und zeuge von großem Zusammenhalt in Zeiten der Krise, sagte die Landrätin .

Neben der Corona-Pandemie verlangen auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Auswirkungen des Klimawandels erhöhte Aufmerksamkeit von der Jägerschaft. Seit September wurden circa 50 Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg bestätigt und die globale Erwärmung stellt Pflanzen und Tiere im Wald vor neue Herausforderungen.

Dennoch sieht Dieter Mackenrodt optimistisch in die Zukunft: "Die neuen Aufgaben bringen immer Chancen mit sich. Im kommenden Jahr feiert unsere Hubertus-Familie ihren 100. Geburtstag und das Interesse am Grünen Abitur ist weiterhin groß."

Die Untere Jagdbehörde des Landkreises hat in diesem Jahr bisher 496 Jagdscheine ausgestellt und rechnet damit, dass die jährliche Menge an Jagdscheinen von circa 550 Stück trotz Corona-Pandemie erreicht wird. Insgesamt haben zurzeit über 1300 Personen im Landkreis Gießen einen gültigen Jagdschein.

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