Die Biebertaler Künstler Jörg Schlierbach (l.) und Moritz Wattenbach präsentieren die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens im "Schweizer Haus" des Gail’schen Parkes. FOTO: WS
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Die Biebertaler Künstler Jörg Schlierbach (l.) und Moritz Wattenbach präsentieren die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens im "Schweizer Haus" des Gail’schen Parkes. FOTO: WS

Von Graffiti bis Acrylmalerei

  • vonKlaus Waldschmidt
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Im lichtdurchfluteten besonderen Ambiente des renovierten "Schweizer Hauses" im Gail’schen Park präsentierten am Wochenende die Biebertaler Künstler Jörg Schlierbach und Moritz Wattenbach eine kleine, aber feine Ausstellung von Graffiti bis Acrylmalerei auf Leinwand mit großer Motivvielfalt und Ideenreichtum.

Eingeladen zu der Ausstellung hatte der Freundeskreis Gail’scher Park. Vorstandsmitglied Jürgen Roos dankte den beiden Kunstschaffenden für die konzipierte Ausstellung. Dem Betrachter boten sich insgesamt 21 groß- und kleinflächige Exponate im Format 20 mal 30 bis 50 mal 70 Zentimeter. Trotz ganz verschieden kreierter Motive bildete die Präsentation auf drei dreiflügeligen Stellwänden - "gekrönt" vom historischen Kronleuchter - eine besondere Symbiose heimischen künstlerischen Schaffens. Die Anordnung selbst fügte sich harmonisch in das historische Gebäude ein.

Fotografien dienen als Vorlage

Jörg Schlierbachs Bilder erzählen von Popart, Blumen, Landschaften und Eindrücken aller Art. So waren unter seinen elf Bildern "Bunte Drops", das Rodheim-Motiv, "Der Wolpertinger von Biebertal", "Buenes Aires" und ein Dünsberg-Arrangement zu bewundern.

Jörg Schlierbach, gelernter Installateur, übt sein größtes Hobby, die Malerei, seit seiner Kindheit aus. Er selbst schildert seine Vorgehensweise so, dass der die vielfältigen Ideen aus der Liebe zur Natur und aus visuellen Eindrücken des Alltags oder des Urlaubs, die sich in seinen Landschaften wiederfinden, bezieht. Als Vorlagen dienen Fotografien, die bewusst entstanden sind oder auch zufällig aufgenommen wurden, und dann als Acrylmalereien auf Leinwand oder auch als Bleistiftzeichnungen verarbeitet werden.

Erstmals war Moritz Wattenbach mit seinen Graffitis im Gail’schen Park dabei. Der klassischen Kunst tendenziell neutral bis ablehnend gegenüberstehend, fand Moritz Wattenbach, geboren 1990, in einem eher untypischen Alter von Mitte Ende 20 seine Liebe zu Graffiti. Über dieses neu entdeckte Interesse beschäftigt er sich seit nunmehr drei Jahren autodidaktisch mit Graffiti/Stylewriting und Elementen der Streetart.

"Antiheld" aus der Sprühdose

Interessiert in allem, was sich mit Sprühdose auf Wänden gestalten lässt, gibt er in seiner ersten Ausstellung einen kleinen Einblick in seine Entwicklung und zeigte aktuelle Graffiti-Entwürfe auf Papier und graffiti-inspirierte Arbeiten auf Leinwand. Zu seinen ausdrucksstarken zehn Motiven zählten "Throwups" (Mischtechnik auf Leinwand), "Antiheld" und sein Lieblingsbild "Der Fleischbaron".

Die Besucher konnten an beiden Tagen das Gespräch mit den Künstlern unter den gegebenen Hygienebedingungen suchen.

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