Glasfaser für Schulen

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Gießen (srs). Der Landkreis will Anfang kommenden Jahres mit der Anbindung der Schulen an das Hochgeschwindigkeits-Internet per Glasfaser beginnen. Die Ausschreibung für den Ausbau wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht. Nach einem Bieterverfahren und den anschließenden Verhandlungen werde ein Vertrag geschlossen, kündigt der Landkreis an. "Es wird erwartet, dass bis Ende des Jahres alles abgeschlossen ist."

Man zähle somit zu den ersten Landkreisen in Hessen, "die einen Glasfaseranschluss in den Schulen, aber auch Rathäusern und zentralen Feuerwehrhäusern umsetzen", sagte Landrätin Anita Schneider.

Die Glasfaseranbindung der Schulen sei ein wichtiger Bestandteil der dritten Breitband-Ausbauphase im Landkreis. Insgesamt erwartet der Landkreis dabei rund 6,3 Millionen Euro Fördermittel des Bundes und weitere zwei Millionen Euro des Landes, um alle verbliebenen Lücken zu schließen.

1000 unterversorgte Anschlüsse

Insgesamt würde der Glasfaserausbau nach Schätzungen rund 11,8 bis 13,8 Millionen Euro kosten.

Nur noch etwa ein Prozent aller Haushalte ist bislang nicht versorgt, erklärt die Pressestelle des Kreises. Dieses letzte Prozent soll aber im Rahmen der dritten Ausbauphase involviert werden. Weitere Zuschüsse könnten daher aus EU-Mitteln für die Stärkung des ländlichen Raums fließen.

"Natürlich ist es wünschenswert und sinnvoll, im Zuge der Glasfaseranbindung der Schulen auch umliegende Haushalte mit anzubinden", sagt Schneider. Grundsätzlich wolle man im Rahmen der Ausbauphase etwa 1000 derzeit noch unterversorgte Anschlüsse ans Glasfasernetz anschließen. Offen sei derzeit noch, ob die Anbindung von Haushalten, die im Umfeld der Schulen liegen, aufgrund der förderrechtlichen Bestimmungen möglich ist. "Wir prüfen, wie wir damit umgehen."

Die Nutzung einer guten Breitbandinfrastruktur für die Entwicklung der Region und insbesondere des ländlichen Raumes "ist für mich eines der Zukunftsthemen", sagt die Landrätin. "Deshalb arbeiten wir derzeit an einer Digitalisierungsstrategie für den Landkreis", fügt sie hinzu. Dabei sollen Themen wie "Smarte Region" und "Digitale Dörfer" aufgegriffen werden, unter anderem auch in den Bereichen Verkehr und Bildung. Zu einigen Themen liegen bereits Konzepte vor, für die derzeit Fördergelder beantragt werden.

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