Zieht die riesige Militär-Übung "Defender Europe 20" durch Gießen und Marburg?
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Zieht die riesige Militär-Übung "Defender Europe 20" durch Gießen und Marburg?

37.000 Soldaten sollen teilnehmen

Gießen: Zieht riesige Militär-Übung "Defender Europe 20" durch Mittelhessen? 

Für den Frühling 2020 ist eine riesige Militär-Übung in Europa geplant. Die US-Streitkräfte spielen eine zentrale Rolle. Auf Gießen, Marburg und die Region könnten die Pläne deutliche Auswirkungen haben. 

Gießen/Marburg - Militärkolonnen auf Autobahnen in Deutschland, lange Güterzüge mit Material der Streitkräfte, Panzer auf Binnenschiffen: Die geplante Militär-Übung "Defender Europe 20" wird zwischen Februar bis in den Mai 2020 womöglich auch in Gießen, Marburg und Umgebung spürbar.

Rund 37.000 Soldaten sollen an der Großübung teilnehmen, rund 20.000 davon vom US-Militär. Laut US-Militär handelt es sich um die umfangreichste Truppenverlegung nach Europa in den vergangenen 25 Jahren. Hierbei soll laut Medienberichten eine schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Abläufe im Krisenfall eingeübt und funktionsfähig sind. Deutschland wird eine logistische Drehscheibe werden. 

Gießen/Marburg: Straßen und Zugverkehr könnte von Militär-Übung betroffen sein

Auf Gießen, Marburg und die Region könnte "Defender Europe 20" deutliche Auswirkungen haben, wie aus einer Antwort der Staatskanzlei in Wiesbaden auf eine Anfrage der Linke-Landtagsfraktion. Neben der Verlegung von Truppenteilen in der Luft, was in Hessen die Flughäfen Frankfurt und Wiesbaden-Erbenheim betreffen dürfte, sollen zweite Routen auf der Schiene und der Straße verlaufen. Insbesondere letzteres könnte Mittelhessen einbeziehen: Konkret betroffen ist die Verbindung zwischen Antwerpen Grafenwöhr in Bayern, die unter anderem durch die Großräume Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt führt. Konkretere Informationen über die geplanten Routen sind noch nicht bekannt. 

Gießen/Marburg: Truppenbewegungen "außerhalb der Hauptverkehrszeiten"

Bei der Staatskanzlei in Wiesbaden heißt es, dass bei "Defender Europe 20" eine "Beeinträchtigung des zivilen Personen- und Güterverkehrs nicht ausgeschlossen werden. Dabei kann neben den militärischen Großraum- und Schwerlasttransporten auf der Straße auch der Transport auf der Schiene zu vorübergehenden Verzögerungen führen."

Während der Osterfeiertage 2020 und in den Ferien soll es jedoch keine Truppenbewegungen im Rahmen der Militär-Übung geben. Zudem sollen sowohl Straßen- als auch Schienentransporte "weitgehend außerhalb der Hauptverkehrszeiten geplant, darüber hinaus wird dem zivilen Personen- und Güterverkehr Vorrang gewährt", heißt es in der Anfrage der Linke-Landtagsfraktion. 

fd

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