Die Offiziellen mit Mundschutz bei der Eröffnung des Gießener Corona-Impfzentrums.
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Die Verantwortlichen stellen das Impfzentrum des Landkreises Gießen vor. (v. l.) Marco Schulte-Lünzum, Vorstand des Johanniter-Regionalverbands Mittelhessen, Landrätin Anita Schneider, Kreisbrandinspektor Mario Binsch und Udo Liebich, Leitung der Einrichtung, Christian Betz, Vorstand des DRK-Kreisverbands Gießen-Marburg (Foto: Landkreis Gießen)

Impfzentrum in Heuchelheim

Gießen: Impfzentrum des Landkreises betriebsbereit - Verkehrskonzept vorgelegt

  • vonKim Luisa Engel
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Der Landkreis Gießen hat sein Impfzentrum in Heuchelheim offiziell für einsatzbereit erklärt. In einer Pressemitteilung gab der Kreis weitere Informationen zu Verkehrsführung und Organisation bekannt.

  • Das Impfzentrum des Landkreises Gießen in Heuchelheim ist ab sofort einsatzbereit.
  • Wenn der Impfstoff freigegeben ist und das Land Hessen den Auftrag erteilt, kann es losgehen.
  • Zudem haben der Kreis Gießen und Gemeinde Heuchelheim ein Verkehrskonzept beschlossen.

Landkreis Gießen - Nach zwei Wochen Vorbereitungs- und Aufbauzeit hat der Landkreis Gießen „sein“ Impfzentrum in Heuchelheim fertiggestellt. Sobald die Impfstoffe zugelassen sind und das Land Hessen Impfauftrag gibt, kann mit den Schutzimpfungen gegen das Corona-Virus begonnen werden.

Landkreis Gießen: Impfzentrum ist betriebsbereit - Warten auf Impfstoff

In den über 3000 Quadratmeter großen Räumen im Obergeschoss des Einrichtungsmarktes „Roller“ in der Ludwig-Rinn-Straße in Heuchelheim wurden allerlei Umbaumaßnahmen vollzogen. So wurden, laut Pressemitteilung, die Räume des Impfzentrums mit Böden ausgelegt, Messebau-Einrichtung und Strom- und IT-Versorgung versehen. Außerdem wurde Mobiliar verbaut, sowie die notwendige medizinische Ausstattung verräumt. Landrätin Anita Schneider bedankte sich beim THW Gießen und dem KatS-Zug der Feuerwehr Heuchelheim, die die Vorbereitungen tatkräftig unterstützt haben. Die Räume sind zunächst mit Option auf Verlängerung, bis zum 31. August 2021 gemietet.

Sieben Tage in der Woche soll das Impfzentrum geöffnet sein und das von 7 bis 22 Uhr. Landrätin Schneider sagt: „Wir gehen von 1350 Personen am Tag aus, die im ersten Schritt für eine Impfung infrage kommen“. Ein Teil dieser Personen würde allerdings nicht vor Ort sondern von mobilen Teams geimpft werden, damit zum Beispiel Pflegebedürftige nicht herkommen müssen, so die Pressemitteilung. Welche Personengruppen zuerst eingeladen würden, das wird das Land nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI) festlegen. Die ersten zu impfenden Personen erhielten demnach eine Einladung, ohne diese es nicht möglich sei zur Impfung zu erscheinen.

Impfzentrum Heuchelheim: 200-köpfiges Team und sieben Impfstraßen

Einen Großteil des rund 200-köpfigen Teams des Impfzentrums stellen das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter. Es werden auch mehr als 20 Ärzte im Einsatz sein, deren Beschäftigung übernehme der Kreis aus Gründen der Amtshaftung, so Schneider. Sieben Impfstraßen stehen dem medizinischen Personal zur Verfügung, dort sollen die Personen nach Anmeldung, Registrierung, Untersuchung und Aufklärung im Sitzen oder Liegen geimpft werden. Danach ist eine kurze Ruhezeit eingeplant, um mögliche Reaktionen auf den Impfstoff abzuwarten.

Der Erhalt eines vollständigen Impfschutzes ist nur nach der zweiten Impfung möglich, diese erfolgt drei Wochen nach der ersten. Die Impfstoffe werden jeden Tag durch eine Großapotheke zur Verfügung gestellt und vor Ort aufbereitet. Dafür erfülle, so der Kreis, der Standort Heuchelheim die räumliche Voraussetzung. „Es ist uns gelungen, gemeinsam mit allen Beteiligten einen guten Standort zu finden“, sagt Landrätin Schneider. Die Mietbedingungen seien im Vergleich zu anderen Angeboten wirtschaftlich. Außerdem sei das „Roller“-Obergeschoss groß genug und verfüge bereits über Lüftung und Heizung. Daher biete es einen Vorteil gegenüber Mobilbau-Lösungen, für die Heizsysteme mit hohem Ölverbrauch notwendig waren.

Landkreis Gießen: Verkehr rund um Impfzentrum geregelt

Der Landkreis Gießen hat, als Betreiber des Impfzentrums, gemeinsam mit der Gemeinde Heuchelheim ein umfangreiches Verkehrskonzept für die kommende Zeit erstellt: So wird ab der Gießener Straße (Haltestelle der Buslinie 24 von Gießen nach Wetzlar) halbstündlich ein Shuttle-Bus zum Impfzentrum fahren.

Besucher, die mit dem Auto anreisen, sollen so geleitet werden, dass möglichst wenig Verkehr in den Ortskern fließe. Fahrzeuge, die über die A480 und die B429 nach Heuchelheim fahren, werden über die Rodheimer Straße in die Gießener Straße und die Bachstraße zum Impfzentrum gelenkt. Für den abfließende Verkehr, vor allem Richtung Biebertal und Wettenberg, wird die Ludwig-Rinn-Straße zur Einbahnstraße erklärt. Die übrigen Verkehrsteilnehmer werden über die Straße „Am Zimmerplatz“ zur Bachstraße und von dort als Linksabbieger Richtung Gießen geleitet.

Zu- und Abfahrten sollen mit Hinweisschildern versehen werden, Autofahrer sollten nicht ihr Navi nutzen sondern der Beschilderung folgen. Insgesamt stünden 220 Parkplätze vor Ort zur Verfügung, wobei das Personal des Impfzentrums gesonderte Parkflächen gestellt bekommt. Außerdem sollen Fahrradstellplätze und eine Nextbike-Station dazukommen.

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