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Feuerwehrsirenen fallen heute im Alltag nur noch selten auf, sie erfüllen aber noch immer einen Zweck.

Im gesamten Kreisgebiet

Sirenen in Stadt und Kreis Gießen - Das sind die Hintergründe

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In Stadt und Kreis Gießen heulen in dieser Woche die Sirenen. Die Hintergründe. 

Gießen - Im Kreis Gießen werden von Dienstag bis Donnerstag, 3. bis 5. September, die Sirenenanlagen mit dem einminütigen Warnton "Feueralarm" überprüft.

Wozu sind Sirenen im digitalen Zeitalter eigentlich überhaupt noch nötig? Zwar werden die Feuerwehren der Universitätsstadt heutzutage in der Regel über ihre Funkmelder alarmiert, sodass der "Normalbürger" nur selten etwas davon mitbekommt, jedoch werden bei besonders großen Einsätzen zusätzlich die Sirenen verwendet. So ertönt etwa bei einem Großeinsatz, bei dem besonders viele Feuerwehrleute gebraucht werden ein zweimal unterbrochener Dauerton. Dies war etwa auch im Jahr 2001 der Fall, als nach einem vermissten Mädchen gesucht wurde.

Sirenen in Stadt und Kreis Gießen: Wann getestet wird

Die besagten Überprüfungen in Stadt und Kreis Gießen verteilen sich auf die Gemeinden wie folgt: 

  • Am Dienstag findet die Überprüfung zwischen 17 und 20 Uhr in allen Orts- beziehungsweise Stadtteilen von Allendorf/Lumda, Gießen, Biebertal, Buseck, Fernwald, Heuchelheim, Grünberg und Hungen statt. 
  • Zur selben Zeit werden die Sirenen am Mittwoch in Langgöns, Laubach, Lich, Lollar und Pohlheim getestet. 
  • Am Donnerstag gibt es den Probealarm in Rabenau, Reiskirchen, Staufenberg und Wettenberg ebenfalls zwischen 17 und 20 Uhr. Das akustische Zeichen dauert eine Minute. 

Die Sirenen sind dreimal jeweils zwölf Sekunden lang zu hören. Dazwischen gibt es entsprechend zwei Pausen.

Sirenen in Stadt und Kreis Gießen: Fast ganze Bevölkerung wird erreicht

Auch der Katastrophenschutz nutzt die Sirenen. Wenn es etwa zu Unwetterkatastrophen, einem Terroranschlag oder giftigen Schadstoffwolken kommen sollte, kann der Katastrophenalarm erklingen, um die Menschen zu warnen. Dies geschieht dann durch einen ein an- und abschwellender einminütigen Heulton. Für alle Menschen in Gießen heißt es dann: Radio einschalten, um mehr Informationen zu erhalten. 

Zwar werden solche Warnungen mittlerweile auch per Smartphone-App und über das Internet verbreitet, doch die Sirenen erreichen mit ihrem lauten Signal in einem einzigen Augenblick fast die ganze Bevölkerung und erzeugen zudem deutlich mehr Aufmerksamkeit als ein brummendes Handy.

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