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Im Zugverkehr rund um Gießen kam es am Donnerstagmorgen zu deutlichen Behinderungen. Grund: Eine Kuh ging die Strecke auf den Gleisen ab. 

Störung

Nach Großeinsatz wegen Kuh-Ausbruch in Gießen: Kälbchen tot, "Lotte" geht es nicht gut

Im Zugverkehr rund um Gießen kam es am Donnerstagmorgen zu deutlichen Behinderungen. Grund: Eine Kuh ging die Strecke auf den Gleisen ab.

  • Eine Kuh ist aus der Tierklinik Gießen ausgebrochen
  • Das trächtige Tier legte den Zugverkehr rund um Gießen lahm
  • Zwischenzeitlich auch Straßenverkehr gestört
  • Zahlreiche Helfer im Einsatz
  • Gegen Mittag wurde "Lotte" wieder eingefangen
  • Am Nachmittag Kaiserschnitt
  • Das Jungtier ist noch in der Tierklinik gestorben

Update, 19.12.2019, 18.11 Uhr: Traurige Nachricht nach einem schrecklichen Tag für Kuh "Lotte" in Gießen: Nach der Geburt ihres Kälbchens in der Tierklinik Gießen ist das Jungtier verstorben

Bereits am Nachmittag war klar: Kuh "Lotte" und dem Kalb ging es nicht gut. 

Nun hat es das gerade geborene Bullenkälbchen nicht geschafft. Bereits vorher hatte Kliniksleiter Prof. Axel Wehrend erklärt: "Das Bullenkalb war so groß, sodass das Muttertier es nicht von allein zur Welt bringen konnte."

Kurz darauf war die Feuerwehr direkt wieder im Einsatz: Nachdem sich ein Hund übergeben hatte, mussten 60 Einsatzkräfte in Gießen anrücken

Kuh in Gießen: Kälbchen geboren - Stressiger Vormittag für Mutter

Update, 19.12.2019, 15.40 Uhr: Kuh "Lotte" hat nach ihrer Odyssee am Donnerstagmorgen ihr Kälbchen zur Welt gebracht. In der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere an der Uni-Veterinärklinik Gießen wurde sie operiert. 

Per Kaiserschnitt wurde das Tier von einem Bullenkälbchen entbunden. Dem Jungtier und seiner Mutter ging es nach der Operation nicht gut. Beide erhielten zunächst Infusionen. Man hoffe jedoch, dass beide Tiere durchkommen. 

Der Stress der zurückliegenden Flucht habe ihre gesundheitliche Lage, die aufgrund der Geburtskomplikationen ohnehin angespannt war, nicht verbessert. "Die Mutterkuh war bei uns bereits zur Untersuchung angemeldet, sie ist aber beim Abladen geflohen, als die Klappe des Hängers geöffnet wurde", sagt Kliniksleiter Prof. Axel Wehrend. "

"Wir sind aber zunächst froh, dass es bei der Flucht der Kuh keine Personenschäden gegeben hat". Denn es könne schnell passieren, dass Tierpfleger oder andere Beteiligte von den Hufen oder durch Tritte einer in Panik geratenen Kuh verletzt werden.

Im Zugverkehr rund um Gießen kam es am Donnerstagmorgen zu deutlichen Behinderungen. Grund: Eine Kuh ging die Strecke auf den Gleisen ab. 

Update, 19.12.2019, 13.43 Uhr: Gute Nachricht von der Bahnstrecke zwischen Gießen und Wetzlar: Die ausgebüxte Kuh "Lotte" ist vom Gleis. Nach einem stundenlangen Einsatz und mehreren Betäubungsversuchen konnten die Experten das trächtige Tier einfangen. 

Das Tier war am Morgen in Gießen aus der Tierklinik geflüchtet und zunächst auf die Gleise im Güterbahnhof gelaufen. Dort legte sie den Bahnverkehr nach Frankfurt lahm. Später lief sie weiter auf der Strecke Richtung Wetzlar. Auch hier konnten keine Züge fahren, auch eine Straße wurde gesperrt. 

Gegen Mittag ging es für die trächtige "Lotte" zurück zur Tierklinik Gießen. Die Bahnstrecke wurde um 12.22 Uhr wieder freigegeben.

Die Kuh legt am Donnerstagmorgen Teile des Bahnverkehrs rund um Gießen lahm.

Update, 19.12.2019, 11.01 Uhr: Die Kuh ist weiterhin unterwegs. Aktuell steht das kalbende Tiere in Höhe Gießen-Kleinlinden im Gleisbett. Auch der Autoverkehr ist beeinträchtigt: Die Strecke zwischen Heuchelheim und Kleinlinden ist aktuell gesperrt. 

Kuh bei Gießen: Spaziergänger mit Hund sollten Bereich meiden

Zahlreiche Helfer sind im Einsatz: Die Feuerwehr Gießen, Veterinäre der Uni Gießen, Polizei Mittelhessen und Bundespolizei sind vor Ort. Die Kuh reagiert nach Infos der Bundespolizei äußerst aggressiv. Es wird derzeit versucht, das Tier in einen aufgestellten Trailer zu treiben.

"Die Mutterkuh war bei uns zur Untersuchung angemeldet, sie ist aber beim Abladen geflohen, hat den Moment ausgenutzt", bestätigt Prof. Axel Wehrend den Vorfall. Er ist Leiter der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere an der Uni-Veterinärklinik Gießen. Dass die Kuh einen Kaiserschnitt brauche, wie es zunächst bei der Bundespolizei hieß, konnte Wehrend nicht bestätigen.

Wichtig: Spaziergänger, besonders mit Hunden, sollten aktuell den Bereich meiden, um die Arbeiten nicht zu behindern.

Update, 19.12.2019, 10.12 Uhr: Es wird immer kurioser: Die geflüchtete Kuh, die am Donnerstagmorgen den Zugverkehr zwischen Gießen und Frankfurt lahmgelegt hat, ist nach Informationen der Bundespolizei trächtig

Bahnhof Gießen: Trächtige Kuh war aus Tierklinik ausgebrochen

Eigentlich sollte sie per Kaiserschnitt an der Tierklinik Gießen entbinden. Daraus wurde nichts: Denn die Kuh konnte flüchten. Sie lief auf die Gleise nahe des Rangierbahnhof. Es kam zu deutlichen Behinderungen und Zugausfällen im Bahnverkehr nach Frankfurt. 

Damit nicht genug: Obwohl das Tier schon mehrfach betäubt wurde, zog sie weiter. Aktuell ist sie in Richtung Dutenhofen unterwegs und legt den Bahnverkehr zwischen Gießen und Wetzlar lahm. 

Das Tier ist trächtig, am Donnerstagmorgen war es aus der Tierklinik Gießen ausgebrochen.

Erstmeldung, 19.12.2019, 9,23 Uhr: Große Verzögerungen am Bahnhof Gießen: Zahlreiche Pendler warten auf ihren Zug nach Frankfurt am Donnerstagmorgen. Der Grund überrascht. 

Ausgebrochene Kuh legt Bahnverkehr zwischen Gießen und Frankfurt lahm

Nach Angaben der Bundespolizei ist eine Kuh ausgebrochen. Das Tier geht demnach die Strecke ab. Auf die Gleisen! Daher sind Beamte zunächst dabei, die Kuh vom Gleis zu holen, was offenbar nicht ganz einfach ist. 

Es kommt zu Ausfällen und Verspätungen. Das Tier ist offenbar zwischen Gießen und Großen-Linden auf der Hauptstrecke unterwegs. Nach bisherigen Informationen war die Kuh ausgebrochen. 

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