In einer Regionalbahn nach Gießen hat ein Masken-Verweigerer einen Polizisten angegriffen. (Symbolbild)
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In einer Regionalbahn nach Gießen hat ein Masken-Verweigerer einen Polizisten angegriffen. (Symbolbild)

Streit um Maske

Gießen: Polizist stellt Masken-Verweigerer – plötzlich wird es ungemütlich für den Beamten

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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In einer Regionalbahn auf dem Weg nach Gießen hat ein junger Mann einen Polizisten angegriffen. Der Zivilbeamte hatte einen Fahrgast auf die Maskenpflicht hingewiesen.

  • In einem Zug bei Gießen wurde ein Mann handgreiflich gegenüber einem Polizisten.
  • Ein Bahnreisender hatte sich geweigert, Mund und Nase wie vorgeschrieben zu bedecken.
  • Der Polizist wies in darauf hin und wurde daraufhin angegriffen.

Gießen - Bahnfahrende sollen zum Schutz anderer Mund und Nase bedecken - doch davon halten nicht alle Reisenden etwas. Das bewies am Samstagabend (03.10.2020) ein 17-Jähriger in einem Regionalexpress, der von Frankfurt in Richtung Gießen unterwegs war: Der Schüler trug keine Maske, wie die Polizeiinspektion Kassel mitteilt. Darauf sei ein Beamter der Landespolizei, der in zivil in dem Zug reiste, aufmerksam geworden und habe den 17-Jährigen gegen 22.00 Uhr zwischen Friedberg und Gießen darauf hingewiesen, sich an die Maskenpflicht in Zügen zu halten.

Gießen: Junger Mann schlägt auf Polizisten ein

Der Schüler habe sich dennoch geweigert, Mund und Nase zu bedecken. Als der Landespolizist im Zug vor Gießen den Dienstausweis zeigte und sich damit als Beamter zu erkennen gab, habe der 17-Jährige versucht zu flüchten. Zwar habe der Beamte ihn festhalten können, jedoch solidarisierten sich der Polizei zufolge andere Fahrgäste mit dem Schüler. Ein 22-Jähriger habe demnach mehrfach auf den Unterarm des Polizisten eingeschlagen. Es sei außerdem zu lautstarken verbalen Auseinandersetzungen mit weiteren Fahrgästen in dem trotz der Uhrzeit noch relativ vollen Zuges gekommen. Ob der 17-Jährige und seine Unterstützer sich kannten, ist nicht bekannt.

Regionalbahn in Gießen: Bundespolizei muss Beteiligte trennen

Am Hauptbahnhof Gießen wurden Beamte der Bundespolizei hinzugezogen, die die Beteiligten trennen konnten. Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Kassel auf Anfrage mitteilte, habe man den Sachverhalt vor Ort in Gießen klären wollen, doch der Zug sei in Richtung Treysa weitergefahren. In Marburg seien alle Beteiligten ausgestiegen.

Ernsthaft verletzt wurde der Polizei zufolge niemand. Gegen den 22 Jahre alten Angreifer hat die Bundespolizeiinspektion Kassel ein Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Der 17 Jahre alte Schüler kann von der Landespolizei für die Ordnungswidrigkeit, keine Maske getragen zu haben, belangt werden. (ial)

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