Bangen um Zusatzrente

Gewerkschaft sorgt sich um Landwirte

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Sie sind bei Wind und Wetter draußen auf dem Feld - bleiben beim Thema Rente aber jetzt im Regen stehen. Für die 390 Menschen, die im Landkreis Gießen in der Landwirtschaft arbeiten, steht die betriebliche Zusatzrente auf dem Spiel. Davor warnt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Der Grund: Die Arbeitgeber haben den Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge zum Jahresende gekündigt.

"Wer Kühe melkt oder Äcker pflügt, hat meist nur ein geringes Einkommen. Um im Alter nicht in die Armut zu rutschen, sind die Beschäftigten dringend auf die Zusatzrente angewiesen", sagt Doris Hammes. Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Mittelhessen ruft die Arbeitgeber dazu auf, die Kündigung zurückzunehmen. Die Extra-Rente sei eine "enorm wichtige Säule" in der Altersvorsorge.

"Ein Sparen an der Zusatzrente ist ein Sparen am falschen Ende. Ohne solche Anreize wird die Suche nach Personal für landwirtschaftliche Betriebe noch schwieriger als bisher", sagt Hammes. Zwar hätten Gewerkschaftsmitglieder auch über 2020 hinaus Ansprüche auf den Rententarifvertrag. Die IG BAU fordert jedoch eine verpflichtende Lösung für alle Beschäftigten in der Landwirtschaft.

Für einen Beschäftigten macht die Extra-Rente nach 40 Beitragsjahren aktuell 52 Euro im Monat aus.

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