Gesellschaftsjagd

Gericht bestätigt Verfügung des Kreises

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Gießen(pm). Die 9. Kammer des Verwaltungsgerichts in Gießen hat einen gegen den Landkreis Gießen gerichteten Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt. Der Antragsteller, ein Jagdpächter, wollte die Genehmigung zur Durchführung einer Gesellschaftsjagd mit bis zu 20 Schützen, vier Treibern und einem Hundeführer erstreiten.

Aufgrund der Allgemeinverfügung des Landkreises ist die Durchführung von Gesellschaftsjagden zwar grundsätzlich genehmigt, jedoch dürfen in einem Revier mit unter 100 Hektar bejagbarer Waldfläche an der Jagd nur bis zu zehn Personen teilnehmen, in größeren Revieren je eine weitere Person pro angefangener 10 Hektar bejagbarer Waldfläche.

Der Antragsteller vertrat die Auffassung, dass eine Begrenzung der Teilnehmer, die nach seinen Informationen lediglich im Kreis Gießen erfolgt sei, nicht geboten sei. In benachbarten Landkreisen fänden Jagden mit bis zu 50 Schützen statt. Die Beschränkung sei rechtswidrig, weil sie nicht erforderlich sei, um die infektionsschutzrechtlichen Zielsetzungen zu erfüllen.

Dieser Argumentation ist das Verwaltungsgericht nicht gefolgt. Die Beschränkung der Teilnehmerzahl durch den Landkreis sei nicht willkürlich erfolgt, sondern diene dem Infektionsschutz. Zu berücksichtigen sei auch, dass die Allgemeinverfügung zunächst nur bis 30. November gültig sei, die Jagdzeit aber zeitlich weiter reiche. Zudem könne trotz der Beschränkung der Personenzahl für die Jagd noch eine sinnvolle Bejagung durchgeführt werden, argumentierten die Gießener Richter.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

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