Massenhafte Einkäufe haben Märkte und Lieferanten in den vergangenen Wochen teils an die Belastungsgrenze gebracht.
+
Massenhafte Einkäufe haben Märkte und Lieferanten in den vergangenen Wochen teils an die Belastungsgrenze gebracht.

Hamsterkäufe

Klopapier, Hefe und Co.: So reagieren Aldi Süd, Rewe und Tegut auf Hamsterkäufe

Die rasant gestiegene Nachfrage nach Hefe, Mehl, Toilettenpapier & Co. hat auch große Einkaufsmarkt-Ketten überrascht. Wir haben nachgefragt, wie sie mit Hamsterkäufen und den neuen Abstandsregeln umgehen.

Tegut erwartet konstant hohe Nachfrage – Bei Tegut frage das Kassenpersonal zurzeit aktiv nach Kartenzahlung, antwortet die Pressestelle des Unternehmens auf Anfrage. Auch über "Ladenfunkspots" und Klebestreifen an der Kasse werde daran erinnert, Abstand zu halten. In den meisten Märkten seien Einkaufswagen nun Pflicht. Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel würden "seit Wochen flächendeckend" steigend nachgefragt. Man gehe davon aus, "dass die Nachfrage auf einem konstant hohen Niveau bleiben wird", könne aber "jederzeit reagieren und die Kapazitäten bei Bedarf auch noch einmal aufstocken". 

Um den Kundenfluss zu steuern und den Auflagen zum Abstand halten gerecht zu werden, würden Mitarbeiter oder zusätzliche Sicherheitskräfte vor den Eingängen eingesetzt. Weiter äußert sich Tegut: "Hierbei kann es gegebenenfalls vorkommen, dass Kunden aus Sicherheitsgründen kurzfristig vor den Märkten warten müssen." Daher würden nun alle Nebeneingänge geschlossen.

Hamsterkäufe in der Corona-Krise: So reagieren Tegut, Rewe und Aldi Süd

Normalisierung bei Rewe – Seit einigen Tagen habe sich die Lage in den Märkten "ein Stück weit normalisiert", äußert sich die Rewe-Gruppe. "Es gab in den letzten Wochen (...) eine deutlich erhöhte Nachfrage nach lang haltbaren Lebensmitteln, Nährmitteln, Konserven und Drogerieartikeln", heißt es weiter. Die "Frequenz der Belieferung" habe man erhöht. Nun sei Gelegenheit, die Bestände wieder aufzufüllen und sich auf das Ostergeschäft vorzubereiten.

Aldi Süd : "Es wird genug Klopapier für alle produziert." – Laut Auskunft der Aldi Süd-Gruppe hat sich "bei einer Sorte Toilettenpapier die Nachfrage vervierfacht". Dies liege allerdings nicht daran, "dass es kein Toilettenpapier mehr gibt. Es wurde und wird genug Klopapier für alle produziert. Die so rasant steigende Nachfrage hat keiner erwartet, daher kamen die Produktion und Lieferung teilweise nicht hinterher. Wir geben jedoch aktuell unser Bestes, um die Filialen schnellstmöglich wieder mit Toilettenpapier zu beliefern." 

Vereinzelt stelle man zurzeit eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten wie Konserven fest, doch die Versorgungslage im Verkaufsgebiet sei, auch in Sachen Logistik, gesichert. Zuletzt habe sich die Lage in den Aldi Süd-Filialen leicht entspannt. "Zum einen scheinen viele Kunden ihre Einkäufe nun getätigt zu haben. Zum anderen scheinen die Vorsichtsmaßnahmen und die allgemeine Akzeptanz neuer Verhaltensregeln Wirkung zu zeigen." Man beobachte "einen allmählich rationalen und sensibleren Umgang mit der aktuellen Situation bei unseren Kunden".

jwr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare