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Standort des neuen Geräthauses für die Feuerwehren Lehnheim und Stangenrod sowie Ansichten des »Stützpunktes«.

Gemeinsamer »Stützpunkt« perfekt

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Für Grünberg ein Pilotprojekt: Nach Abstimmung mit den Einsatzkräften lässt die Stadt erstmals ein Gerätehaus für zwei Feuerwehren bauen. Der »Stützpunkt« am Rande von Lehnheim wird künftig Domizil auch für die FFW Stangenrod. Einstimmig hat das Stadtparlament nun das 3,5-Millionen-Projekt beschlossen.

Mit dem Beschluss für den Neubau haben Grünbergs Stadtverordnete einen vorläufigen Schlusspunkt unter ein Kapitel gesetzt, das einige Wendungen bereithielt. Vor allem: Anfangs plante man »nur« die Erweiterung des veralteten Lehnheimer Feuerwehrhauses, hatte gehofft, mit rund 940 000 Euro auszukommen. Daraus wurde aber nichts, auch nicht nach einer Überarbeitung des Konzepts durch den Architekten.

Nebenkosten begrenzen

Auch dank der Kooperationsbereitschaft beider Feuerwehren schwenkte die Politik auf einen gemeinsame Lösung um, verschob am Ende nurmehr den Standort, sodass nun weiter weg vom Baugebiet Börnchesgall gebaut wird Weg (großes Foto).

Zugrunde liegen dem Machbarbarkeitsstudie und Konzept des Fachbüros Bautec. Letzteres umfasst Grundriss- und Freiflächenplanung, Schnitt, Kosten- und Flächenschätzung sowie Gebäudeansichten (kleine Fotos). Die Nutzfläche des Sozialgebäudes beträgt danach 340 qm, der Fahrzeughalle 342 qm, hier inklusive 65 qm im Obergeschoss. Eine PV-Anlage ist vorgesehen. Dass bei einem Gebäude für zwei Wehren der Aufwand steigt, ist klar, laut Fachbüro beträgt die Summe rund 800 000 Euro.

Läuft alles nach Plan, wird 2022 der Bau begonnen, rechnet Bautec mit Kosten von 3,5 Millionen Euro brutto. Kalkulierend mit einer Preissteigerung von 15 Prozent, wären es 2023 rund 4,0 Millionen Euro. Als Landeszuschuss, meist 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, erwartet man 291 000 Euro. Aufgrund der Kostenhöhe, so Bürgermeister Frank Ide, müsse die Vergabe der Planungsleistungen zunächst nochmals neu ausgeschrieben werden.

Zumal ob der einstimmigen Voten der Ortsbeiräte sah das Plenum kaum Redebedarf. Ulrich Ebenhöh (SPD) einzig meldete sich und sah in der Kooperation ein Vorbild für andere Stadtteile, in denen Gerätehäuser nicht mehr den Anforderungen entsprechen und Baumaßnahmen anstehen. An die Verwaltung sandte er freilich den Appell, intensiv zu verhandeln, um die Nebenkosten in Grenzen zu halten

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