Geflügelpest im Nachbarkreis

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Gießen(pm). In der vergangenen Woche ist bei fünf Höckerschwänen der Ausbruch der Geflügelpest nachgewiesen. Es handelte sich um fünf Geschwistertiere, die im Schutzgebiet Vogelsbergteiche in Freiensteinau tot aufgefunden wurden. Das teilte das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit.

"Da dieser Fall in einem Gießener Nachbarlandkreis bei einer ansässigen Schwanenfamilie außerhalb eines Geflügelpest-Risikogebietes aufgetreten ist, muss davon ausgegangen werden, dass auch im Landkreis Gießen jederzeit die Geflügelpest bei Wildvögeln nachgewiesen werden kann", sagt Dr. Stefanie Graff, kommissarische Leiterin des Veterinäramts des Landkreises.

Ein Aufstallungsgebot wird im Landkreis Gießen noch nicht erlassen. Dennoch sollten sich Geflügelhalter auf eine Aufstallungspflicht vorbereiten, damit sie kurzfristig Auslaufmöglichkeiten schaffen können, in die kein Wildvogelkot hineinfallen und auch kein Wildvogel eindringen kann.

Durch Vogelkot oder -kadaver kann das Virus auch auf Acker- und Weideflächen verteilt werden. Daher sei eine konsequenten Reinigung und Desinfektion von Kleidung, Schuhen, Geräten und Fahrzeugen vor dem Kontakt mit Geflügel wichtig. Tot gefundene Wildvögel sollen umgehend dem Fachdienst Veterinärwesen gemeldet werden. (Telefon 06 41/93 90-62 00, E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de.)

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