Gefahr in Wäldern nimmt zu

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Gießen (pm). Die "Dürrejahre" 2018/19 haben dem Wald stark zugesetzt. Borkenkäfer und Pilze haben bereits im Vorjahr mit bisher nicht gekannter Vitalität Nadelbäume befallen. Nun zeigen auch die Laubbäume, wie sehr sie unter der Trockenheit leiden und sterben ab. Hessen Forst sieht sich daher zur Warnung veranlasst: "Beim Waldbesuch ist besondere Vorsicht geboten." Durch absterbende Bäume steige die Gefahr, trockene Äste oder ganze Stämme könnten schon bei leichtem Wind zu Boden stürzen.

"Wir hatten nach der letztjährigen Dürre befürchtet, dass wir in diesem Jahr auch bei Buchen und anderen Laubbäumen Probleme beobachten müssen - doch das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der jetzt Schäden auftreten und Bäume sterben, überrascht uns", wird Axel Bühler (Forstamt Wettenberg) in der Pressemitteilung zitiert. "Es begann in der Krone, und nach dem Austrieb der Blätter im Frühjahr wurden erste Stellen trocken und binnen weniger Wochen starben und sterben die Bäume ab." In ganz Hessen seien das zu beobachten. Wurzeln würden durch die ausgetrockneten Böden geschädigt, die Rinde teilweise durch Sonnenbrand verletzt. Am Ende seien es Pilze, die den geschwächten Bäumen das Leben kosteten.

Diese zersetzen das Holz und machen es brüchig. Je nach Befall brechen dann Kronenteile oder ganze Stämme ab. Gefahren, die allen Waldbesuchern bewusst sein müssten. Nur entlang öffentlicher Straßen, Wanderwege und an Park-, Spiel- oder Grillplätzen beseitige Hessen Forst akute Gefahren schnellstmöglich. Im Wald könne und müsse man das nicht. Deshalb sollte man immer auch den Blick nach oben richten und nicht unter trockenen Kronen rasten. Besonders betroffen seien zurzeit Waldgebiete rund um Grünberg, bei Oueckborn, Göbelnrod, Reinhardshain, Lumda sowie der Tannenköppel bei Lehnheim.

Vorübergehende Sperrungen von Waldwegen und -flächen wegen zu großer Gefahr durch absterbende Bäume sowie wegen der weiterhin hohen Brandgefahr schließt das Forstamt nicht aus. Sofern es dazu komme, bitte man die Bevölkerung bereits jetzt um Verständnis.

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