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Der gefällte Baum und der Klimaschutz

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In der vergangenen Woche berichteten wir auf dieser Seite über einen Brief von Gabi Baur. Darin äußerte sie ihre Trauer über den gefällten Kirschbaum am Wingertsberg.

Verständnis dafür hat Dorothea Nusko. Sie schreibt: "Die Trauer von Gabi Baur um den am Wingertsberg in Steinheim gefällten Kirschbaum ist nachvollziehbar und leider kein Einzelfall. In Birklar wurde dieser Tage eine 20-jährige Stieleiche - Biotop für unzählige Kleinlebewesen und Brutplatz für mehrere Vogelarten - gefällt." Sie vermutet, dass der Baum weg musste, damit große Fahrzeuge die angrenzende Straße besser als Umleitung nutzen können - derzeit wird die Ortsdurchfahrt saniert. "Ein wertvoller, 20 Jahre alter Baum muss weichen, weil für sechs Monate ein größerer Durchlass geschaffen werden muss", kritisiert sie. "Planung unter ökologischen und klimafreundlichen Gesichtspunkten - Fehlanzeige!"

Nachgefragt im Licher Rathaus: Tatsächlich mussten zwei Bäume gefällt werden - da sonst der umweltfreundliche Linienbus die Umleitungsstrecke nicht benutzen könnte. "Im Anschluss findet hier eine Neupflanzung statt", verspricht die Stadt. Klimaschutz ist halt eine komplizierte Sache...

pm/FOTO: PM

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