Gefährlicher Mix

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Gießen (pm). Elektrische Grills, Lampions und Lichterketten, Teichpumpen, Rasenmäher, Kabeltrommel oder Steckdosenleiste - diese und viele weitere Produkte kommen in den Gärten zum Einsatz. Dabei ist besondere Vorsicht geboten, denn elektrische Geräte und Leitungen, die im Freien verwendet werden, müssen aus Sicherheitsgründen gegen Einflüsse wie Staub, Feuchtigkeit und Wasser geschützt werden. Darauf weist das Gießener Regierungspräsidium (RP) hin.

Das Arbeitsschutzdezernat des RP hat neben der zuverlässigen Funktion der Produkte auch die Sicherheit der Verbraucher im Blick. Beim Kauf von elektrischen Geräten für den Außenbereich sollte zwingend auch auf geeignete Verlängerungskabel und Steckdosenleisten geachtet werden, lautet der Expertenrat.

"Strom, Spannung und Wasser - das ist eine Kombination, bei der besondere Anforderungen an die Sicherheit der verwendeten Produkte zu stellen ist", berichtet Experte Michael Axmann. "Ob elektrisch betriebene Geräte für den Einsatz im feuchten Milieu geeignet sind, ist unter anderem am angegebenen IP-Code erkennbar", sagt Axmann.

IP steht dabei für International Protection. Dieser Code besteht aus zwei Ziffern und befindet sich auf dem Gerät oder dem Typenschild. Dabei kennzeichnet die erste Ziffer den Berührungs- beziehungsweise Fremdkörperschutz und die zweite Ziffer den Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit.

Veraltete Kabel nicht verwenden

Grundsätzlich gilt: Je höher die Ziffer umso höher der Schutz. Für den Außenbereich gilt mindestens IP 44 oder das Symbol Tropfen im Dreieck, dann sind die Produkte spritzwassergeschützt.

Kabeltrommeln und Steckdosenleisten müssen ebenfalls mindestens der Schutzart IP 44 entsprechen und mit einer geeigneten Gummischlauchleitung und Abdeckkappen für die Steckdoseneinsätze versehen sein. Keinesfalls dürfen PVC-Leitungen verwendet werden, da diese insbesondere bei tiefen Temperaturen nicht mehr flexibel sind und bei Belastung brechen können, was zu einem Stromschlag führen kann.

Im Rahmen der Marktüberwachung bei Herstellern, Importeuren und Händlern nehmen die Gießener Kontrolleure regelmäßig elektrische Betriebsmittel für den Außenbereich genauer unter die Lupe. Das Regierungspräsidium Gießen rät deshalb zu genauem Hinsehen beim Kauf und Anschluss solcher Geräte. Die Experten empfehlen zudem, auch die erforderlichen Verlängerungs- und Anschlusskabel auszutauschen, wenn ein neues Gerät angeschafft wird. "Das technisch modernste und sicherste Gerät nutzt nichts, wenn womöglich veraltete oder ungeeignete Kabel zum Einsatz kommen, die die Sicherheit des Nutzers gefährdeten."

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