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Schwimmflügel sind beliebter, Schwimmwesten aber weitaus sicherer.

Gefährliche Schwimmhilfen

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Gießen (pm). Freibad, See oder Meer - alles, was etwas Abkühlung bringt, lockt derzeit Groß und Klein an. Bei Kindern darf das aufblasbare Krokodil oder eine Schwimmhilfe nicht fehlen. Damit auch die Eltern beim Toben ihres Nachwuchses unbesorgt zuschauen können, rät Verbraucherschutzexperte Michael Axmann vom Regierungspräsidium Gießen schon beim Kauf zur Vorsicht und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Schwimmflügeln und Co.

"Bereits beim Erwerb von Schwimmhilfen sollte Wert auf sichere und geprüfte Produkte gelegt werden. Ein entsprechendes Qualitätsmerkmal ist neben dem GS-Zeichen auch eine ausführliche Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache", sagt der Verbraucherschutzexperte.

Aufblasbare Spielzeuge seien als Schwimmunterstützung völlig ungeeignet. "Die Außenhaut ist meist rutschig und in Verbindung mit Sonnenöl glitschig, weshalb selbst Schlaufen und Griffe keinen Halt bieten würden." Als wesentlich sicherer stuft der Fachmann hingegen Schwimmwesten ein, auch wenn diese durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit wesentlich unbeliebter bei den Kindern sind.

Anforderungen an Schwimmflügel

"Gerne greifen Eltern daher zu den altbewährten Schwimmflügeln", sagt Axmann, "Sie werden dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht und nehmen ihnen die Angst vor dem Untergehen." Der Experte rät jedoch, beim Kauf darauf zu achten, dass diese Schwimmflügel jeweils zwei Luftkammern besitzen und vor dem Benutzen einen Tag lang aufgeblasen an der frischen Luft liegen gelassen werden sollten. "So kann man frühzeitig etwaige Beschädigungen erkennen".

Als besonders kritisch sieht er den Kinderschwimmsitz an. "Gerade im flachen Wasser wird er für die Kleinen zur großen Gefahr, da es für sie unmöglich ist, sich eigenständig aus der Sitzhilfe zu befreien, sollte diese umkippen." Deshalb richtet Axmann seinen Appell vor allem an die Eltern: "Egal ob bei Wasserspielzeugen oder Schwimmhilfen, die Gefahrenhinweise sollten immer genau gelesen und vor allem ernst genommen werden." Unabhängig davon sollten Kinder - solange sie nicht sicher schwimmen können - ununterbrochen beaufsichtigt werden, auch wenn sie mit Schwimmhilfe ins Wasser gehen.

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