Gebührenerlass im Visier

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Der Landkreis möchte Eltern von Grundschulkindern die Betreuungsgebühren des "Pakts für den Nachmittag" für die Zeit der coronabedingten Schulschließung von Mitte März bis Ende Mai erlassen. Dies soll für alle Fälle gelten, in denen Kinder nicht die Betreuung besuchen konnten. Landrätin Anita Schneider und Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl haben eine entsprechende Vorlage für den Kreisausschuss und den Kreistag angekündigt.

Der Kreistag muss wegen der Höhe der Summe - es geht um voraussichtlich mehr als 300 000 Euro - zunächst einen Beschluss fassen. "Mit diesem Schritt möchten wir Eltern finanziell entlasten. Einige sind durch die Pandemie von Lohnausfällen oder Kurzarbeit betroffen", sagt Schneider.

Rückerstattung für zweite Märzhälfte

Der Landkreis hatte Mitte März die Gebühren für die Betreuung zunächst gestundet. Auf diese Beträge soll nun ganz verzichtet werden. "Die Zahlungen für die zweite Märzhälfte, die wir vorher bereits eingezogen hatten, sollen zurückerstattet werden", sagt Schmahl. Beträge für das Mittagessen, die schon gezahlt wurden, werden verrechnet.

Mit der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen steht seit Anfang Juni nun auch das Betreuungsangebot im "Pakt für den Nachmittag" an den Grundschulen wieder in vollem Umfang zur Verfügung.

Positiv, so Schmahl, sei auch, dass das Betreuungspersonal an den Grundschulen, für das zwischenzeitlich Kurzarbeit galt, nun wieder voll beschäftigt wird. Auch die Betreuungsangebote in den Sommerferien finden statt.

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