Frauenbeirat soll öffentlich tagen

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Gießen (pm). Frauenpolitik soll wieder sichtbarer werden - das ist das Ziel eines Koalitionsantrages zur Einrichtung eines Frauenbeirates. »Statt hinter verschlossenen Türen, soll der Beirat öffentlich tagen«, erklärte Kerstin Gromes, Fraktionsvorsitzende und Landratskandidatin der Grünen, und verwies auf die Istanbul-Konvention, die es umzusetzen gelte.

Mit Inkrafttreten dieses Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt verpflichtet sich Deutschland, auf allen staatlichen Ebenen alles dafür zu tun, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, Betroffenen Schutz und Unterstützung zu bieten und Gewalt zu verhindern.

Neben den Hilfs- und Unterstützungsangeboten, der Arbeit in Netzwerken und der Präventionsarbeit erachte die Kreis-Koalition auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für notwendig, erklärte Claudia Zecher (Freie Wähler) in der gemeinsamen Pressemitteilung. Nur mit der öffentlichen Wahrnehmung lasse sich ein verändertes Problembewusstsein in der breiten Bevölkerung verankern, argumentierte Gromes.

Frauenpolitische Themen, denen sich der Beirat widmen soll, betreffen etwa den Frauenförderplan des Kreises, aber ebenso die nach wie vor ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit. Dem Beirat sollen auch die Vertreterinnen der relevanten Organisationen und Institutionen im Landkreis beiwohnen und ihre Expertise einbringen, erklärte Tobias Breidenbach, CDU-Fraktionsvorsitzender.

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