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Wieland Schröder Revierförster

Forstamt experimentiert mit neuen Baumarten

  • vonConstantin Hoppe
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Reiskirchen (con). In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hat sich der neue Reiskirchener Revierförster Wieland Schröder vorgestellt. Der 29-Jährige ist seit November im Revier tätig.

Neben einer kurzen Vorstellung berichtete Schröder auch vom aktuellen Zustand im Gemeindeforst: Die Arbeit in den Wäldern war im vergangenen Jahr geprägt durch Schadholz. Die Auswirkungen der vergangenen, sehr trockenen Jahre waren sehr deutlich zu spüren. Der hauptsächlich vorkommende Baum im Reiskirchener Gemeindewald ist die Buche, die rund 42 Prozent des Baumbestands ausmacht. Doch auch die hat zu kämpfen: Die intakten Bestände von über 100 Jahre alten Exemplaren nehmen ab, das Durchschnittsalter sinkt (aktuell 93 Jahre). Durch die Trockenheitsschäden steigt die Gefahr für Waldarbeiter und Spaziergänger durch herabstürzende Äste und Kronenteile. Der Fichtenbestand im Revier ist mittlerweile erschöpft - es gibt nur noch vereinzelte gesunde Bäume. »Wir versuchen, es Stück für Stück wieder dort hin zu bringen, wo wir vor Jahren einmal waren«, berichtete Schröder von den Aufforstungsarbeiten. Dabei soll mit neuen Baumarten experimentiert werden - beispielsweise haben sich Douglasie und Küstentanne als trockenheitsresistent erwiesen, weshalb es zu entsprechenden Anpflanzungen kommen könnte.

In der Parlamentssitzung wurde einstimmig Jannik Hornischer (Grüne) als neuer Jugendbeauftragte der Gemeindevertretung gewählt, Laura Becker (SPD) ist seine Stellvertreterin.

Abgestimmt wurde ein Prüfantrag der SPD, der sich mit der Glasfaseranbindung in der Gemeinde befasst. Nach der ablehnenden Haltung im Bauausschuss wurde der Antrag mit 17 zu 12 Stimmen auch in der Gemeindevertretung abgelehnt.

Mit 23 Ja-, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde ein Antrag der CDU-Fraktion angenommen, der vorsieht, für die Vermarktung der Neubaugebiete »Beune« in Burkhardsfelden und »Alte Straße« in Lindenstruth einen privaten Partner zu beauftragen.

Kritik kam vor allem von den Grünen: »Wir sehen den Antrag kritisch mit Blick auf die Grundstückspreise«, erklärte Renz Bernd Hornischer. »Wir meinen, dass die Gefahr besteht, dass ein Investor hier versuchen könnte, seinen Profit zu maximieren.« FOTO: CON

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