Das Fördergeld-Füllhorn

  • Rüdiger Soßdorf
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Gießen(so). Eine Beschallungsanlage. Das war ein sehnlicher Wunsch des erst vor anderthalb Jahren gegründeten CVJM in Lollar. Eben um die vielen familienorientierten Angebot im Dorftreff in einem ehemaligen Geschäft an der Lumdastraße besser und verständlicher rüberzubringen. Möglich wird dies durch eine gezielte Förderung aus dem Regionalbudget, über das der Verein "Region Gießener Land" verfügt. Die Lautsprecheranlage ist nur eines von 27 Projekten, die in diesem Jahr aus einem mit 200 000 Euro gefüllten Topf gefördert werden.

Die Idee dahinter: Die Lebensqualität in den Dörfern zu steigern und ehrenamtliche Aktivitäten zu unterstützen.

Gespeist wird das Budget von Land und Bund, doch auch der Landkreis Gießen gibt noch etwas dazu. Für 67 lokale Projekte hatten sich Vereine und Initiativen um Fördermittel von bis zu 20 000 Euro beworben - da war es für die Lenkungsgruppe nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. "Doch die Nachfrage zeigt, dass der Bedarf an Fördergeldern, vor allem für kleine Projekte sehr hoch ist", sieht der "Gießener Land"-Vorsitzende Kurt Hillgärtner das Regionalbudget auf dem richtigen Weg.

Besonders erfreut ist man beim Verein "Gießener Land" darüber, dass auf diesem Weg einige Projekte zur Verkehrswende angeschoben respektive flankiert werden können: Verleihstationen für Lastenräder in Buseck, Reiskirchen oder Linden etwa.

Aber auch andere nachhaltige Ansätze erfahren mit der Förderung besondere Wertschätzung wie beispielsweise die Lehr-Imkerei des Imkervereins Gießen oder aber der Kauf von Obstpresse und Pasteurisiergeräte für Vereine in Rodheim, Alten-Buseck oder Londorf.

Das Schöne für die Vereine und Initiativen, die sich bewerben: Ihre Vorhaben erfahren eine 80-prozentige Förderung. Die ausgeschütteten Summen liegen zwischen 2000 und maximal 20 000 Euro. Vorgabe allerdings: Die im ausgehenden Winter in die Förderung genommenen Projekte müssen in diesem Jahr bis September umgesetzt sein. Wenn das wie geplant geklappt hat, dann fließt nach der Endabrechnung im Oktober auch der Zuschuss.

Manche Vorhaben, die jetzt nicht bedacht werden konnten, wurden in andere Förderung weitervermittelt, erläutert Regionalmanagerin Anette Kurth, Andere bewerben sich vielleicht im kommenden Jahr erneut. Denn angesichts der riesigen Resonanz ist für den "Gießener Land"-Vorsitzenden Hillgärtner klar: Ziel ist, auch im kommenden Jahr eine ähnliche Fördersumme bereitzustellen "Unser Ziel ist, kleine, lokale Initiativen und engagierte Vereine zu unterstützen. Das motiviert die Aktiven und findet hoffentlich viele Nachahmer". FOTOS: ARCHIV

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