Rauchmeldertag

Feuerwehren appellieren an Hauseigentümer

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Anlässlich des Rauchmeldertags am heutigen Freitag weist der Kreisfeuerwehrverband Gießen auf die Initiative "Rauchmelder retten Leben" hin: Die Aufklärungsarbeit und die zum Jahresende nahezu bundesweit eingeführte Rauchmelderpflicht haben dafür gesorgt, dass die meisten Menschen in Deutschland durch Rauchmelder vor tödlichem Brandrauch besser geschützt sind, heißt es in einer Pressemitteilung.

"In Deutschland retten Rauchmelder pro Tag durchschnittlich vier Menschen vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod", erklärt der KFV-Vorsitzende Michael Klier. Das habe eine Auswertung der Medienberichterstattung von Dezember 2019 bis Februar 2020 ergeben.

95 Prozent sterben an Rauchvergiftung

Dennoch sterben deutschlandweit jährlich rund 360 Menschen durch Wohnungsbrände. Die überwiegende Mehrheit der Brandtoten fällt nachts dem Feuer zum Opfer. Dabei sterben 95 Prozent an den Folgen einer Rauchvergiftung - nicht am Feuer selbst. Rauchmelder schlagen Alarm, sobald Rauch registriert wird. Jedoch ist für viele der Umgang mit Rauchmeldern mit vielen Fragen verbunden.

"Nur ein funktionierender Rauchmelder kann Leben retten", sagt Stefan Becker, Leiter der KFV-Geschäftsstelle. Aus diesem Grund sei es wichtig, die Funktionsfähigkeit des Rauchmelders mindestens einmal im Jahr durch Betätigung des Testknopfes zu prüfen. Zudem empfiehlt der Verband, den Rauchmelder vor längeren Urlaubsreisen zu überprüfen. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, ob der Rauchmelder verschmutzt ist, dies beeinträchtige ebenfalls die Funktionsfähigkeit.

Die Hessische Bauordnung sieht vor, dass jeweils ein Rauchmelder im Schlafzimmer, Kinderzimmer und in Fluren, die auch als Rettungswege dienen, angebracht werden muss. Zudem empfiehlt der Kreisfeuerwehrverband die Installation von Rauchmeldern in Gemeinschaftsräumen und Wohnzimmern.

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