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Pohlheimer Feuerwehrleute bei einer Schauübung. Die Gebühr für einen Feuerwehrmann erhöht sich von 17,90 auf 34,40 Euro. (Archivfoto: ul)

Feuerwehreinsätze werden teurer

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Pohlheim (se). Die Stadt Pohlheim hat die Gebühren für Feuerwehreinsätze kräftig erhöht: In der Stadtverordnetenversammlung wurde nun das neue Gebührenverzeichnis beschlossen. Es löst die Fassung von 2001 ab.

So beträgt die Gebühr für eine Einsatzstunde je Einsatzkraft nun 34,40 Euro, bisher waren 17,90 Euro fällig. Dieses Geld wird übrigens nicht an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ausbezahlt, sondern bleibt im städtischen Haushalt, um die Feuerwehr zu refinanzieren. Der Einsatz eines Tanklöschfahrzeugs (TLF 16/45) schlägt nun pro Stunde mit 135,60 Euro zu Buche, bisher waren es 102,26 Euro. Am teuersten ist der Einsatz einer Drehleiter mit Korb: Hierfür sind 242,80 pro Stunde zu entrichten.

Angst zu haben, dass man sich die Feuerwehr im Ernstfall nicht leisten kann, braucht man jedoch nicht: Wenn ein Haus brennt oder Menschenleben in Gefahr sind, dann ist der Einsatz stets kostenfrei. Auch wer aus des Nachbarn Haus Rauch aufsteigen sieht und besten Gewissens die Feuerwehr alarmiert, muss nicht zahlen, wenn sich das Ganze dann als Fehlalarm herausstellt.

Wer jedoch absichtlich die Feuerwehr ohne Not alarmiert, ein Nutzfeuer nicht anmeldet oder Brandstifter ist, kann zur Kasse gebeten werden. Außerdem können zum Beispiel Halter von Fahrzeugen oder Autofahrer, aber auch Tierhalter bei einem Feuerwehreinsatz eine Rechnung erhalten - ein Klassiker hier sind auslaufende Betriebsstoffe nach einem Unfall, was jedoch in der Regel die Versicherung abdeckt, oder die Katze auf dem Baum.

Einstimmigkeit herrschte bei der Feststellung des Jahresabschlusses der Wasserwerke Pohlheim (Wasserversorgung: ein Plus von 421 483,23 Euro. - Abwasser: ein Minus von 87 482,65 Euro). Dagegen schieden sich bei beim Punkt zwei dieser Vorlage die Geister: Mit den Stimmer der CDU und der Freien Wähler sollen aus den Gewinnvorträgen der Vorjahre aus der Abwasserentsorgung 100 000 Euro an den städtischen Haushalt als Kapitalverzinsung ausgezahlt werden. SPD, FDP und Grüne votierten gegen diese Gewinnabführung.

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