Mit der gelben Schleife erklärt sich die Gemeinde Fernwald mit den Angehörigen der Bundeswehr solidarisch. Hauptmann Martin Würz überreicht die Plakette an Bürgermeister Stefan Bechthold. Mit dabei Erster Beigeordneter Kurt Klingelhöfer, Oberst Andreas Ortmann vom Stab der Division Schnelle Kräfte sowie Dominik Hofmann, Dominik Dcengel und Markus Hinkel von der Reservistenkameradschaft Fernwald. FOTO: US
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Mit der gelben Schleife erklärt sich die Gemeinde Fernwald mit den Angehörigen der Bundeswehr solidarisch. Hauptmann Martin Würz überreicht die Plakette an Bürgermeister Stefan Bechthold. Mit dabei Erster Beigeordneter Kurt Klingelhöfer, Oberst Andreas Ortmann vom Stab der Division Schnelle Kräfte sowie Dominik Hofmann, Dominik Dcengel und Markus Hinkel von der Reservistenkameradschaft Fernwald. FOTO: US

Zeichen der Solidarität

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Der Dienst bei der Bundeswehr kann belastend und gefährlich sein. Als Zeichen der Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten hängt die gelbe Schleife bereits in über 50 Städten und Gemeinden. Jetzt ist Fernwald neu hinzu- gekommen.

Sie waren in Mali und im Irak, aktuell halten sie sich für die "European Battle Group" parat und bereiten sich parallel auf Einsätze im Irak und in Afghanistan im kommenden Jahr vor: Die Soldatinnen und Soldaten der Division Schnelle Kräfte (DSK) stehen schneller als andere für weltweite Einsätze zur Verfügung. Ihre Aufgaben sind weder einfach noch ungefährlich. "Was die Verluste angeht, hat die Division die größte Last getragen", unterstreicht Oberst Andreas Ortmann vom Stab der DSK mit Sitz in Stadtallendorf. Umso wichtiger sei für die Spezialkräfte und ihre Familien der Rückhalt in der Bevölkerung. Aus Fernwald bekommen sie diese Unterstützung. Dort nahm Bürgermeister Stefan Bechthold gestern die gelbe Schleife entgegen.

Das Metallschild, das Hauptmann Martin Würz überreichte, soll als für alle sichtbares Symbol der Solidarität am Eingang zur Gemeindeverwaltung angebracht werden. Die Gemeindevertretung hatte sich auf Antrag der CDU bereits im vergangenen Jahr einstimmig bei Enthaltung der Grünen für diese Geste ausgesprochen.

Unbürokratische Unterstützung

Vergeben wird die gelbe Schleife vom Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte, dessen Vorsitzender Würz ist. Zentraler Satzungszweck sei die unbürokratische Hilfe für unverschuldet in Not geratene Angehörige der Bundeswehr. Ob bei Tod, Verwundung, posttraumatischen Belastungsstörungen oder familiären Problemen: Der Förderverein könne bundesweit binnen 24 Stunden finanzielle Unterstützung anbieten oder Betreuungsangebote vermitteln, betonte Würz. Daneben kümmert sich der 2012 gegründete Verein aber auch um das Totengedenken und macht zudem auf die besondere Situation der Soldatinnen und Soldaten sowie ihrer Familien aufmerksam.

Ein Mittel dafür ist die gelbe Schleife, die bislang an 53 Kommunen und rund 30 Unternehmen vergeben wurde, wie Würz berichtete. Dabei werde der Förderverein nicht selbst aktiv, sonderen reagiere ausschließlich auf Anfragen.

Dass die gelbe Schleife nun auch am Rathaus in Steinbach angebracht wird, ist der Reservistenkameradschaft Fernwald zu verdanken, die schon seit längerer Zeit im Gespräch mit dem Bürgermeister steht. Bechthold ist nach eigenem Bekunden selbst Mitglied, ebenso Mark Reitmeyer, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, die sich in der Gemeindevertretung für die gelbe Schleife starkgemacht hatte. Von seiten der Reservistenkameradschaft nahmen Dominik Hofmann, Dominik Dcengel und Markus Hinkel an der Übergabe teil.

Bürgermeister Bechthold bekräftigte den Willen der Gemeinde, der Bundeswehr bei ihren vielfältigen Aufgaben den Rücken zu stärken. Das gelte für internationale Einsätze genauso wie aktuell für die Unterstützung bei der Bekämpfung der Pandemie.

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