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Mittelpunkt der Wald-Kita Albach ist der Frühstücksplatz. F: PM

Wo die »Rotkehlchen« zu Hause sind

  • Vonred Redaktion
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Fernwald (pm). Schon seit über zwei Jahren gibt es sie, die Wald-Kita Albach der Lebenshilfe Gießen - und dieses Jahr haben sich die Kinder selbst einen Namen gegeben: Sie sind die »Rotkehlchen«.

Planungen noch nicht abgeschlossen

»Der Ort hat sich seit der Wald-Kita-Gründung verändert. Oft bleiben Spaziergänger stehen und bestaunen die bunt und liebevoll eingerichteten Plätze im Wald, die die Kinder selbst erkundet und gestaltet haben, zusammen mit den einfallsreichen und kreativen Erzieherinnen und Erziehern«, stellt Sandra Friedrich-Austermühle, die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Wald-Kita, erfreut fest.

Neben dem Frühstücksplatz handelt es sich dabei etwa um »Spielmöglichkeiten«, zu denen engagierte Eltern auch Projekte wie eine Werkbank oder eine Matschküche beigesteuert haben. In unmittelbarer Nähe warten ferner die »Mäuseburg«, »Larry die Lärche« oder das »Piratenschiff« sowie viele andere Orte, an denen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und sich selbst und den Wald immer wieder neu erfinden.

Die Planungen der Wald-Kita sind noch längst nicht abgeschlossen. Rund um das anliegende Vereinsheim, in das sich zum Beispiel bei schlechtem Wetter zurückgezogen werden kann, werden etwa Beete angelegt, die die Kinder selbst bepflanzen können. Jennifer Seidler, stellvertretende Lebenshilfe-Bereichsleitung, sagt, man sei für die hervorragende Kooperation mit Eltern und Gemeinde sehr dankbar.

Die Tage der »Rotkehlchen« sind abwechslungsreich. Die Themen der Kinder werden aufgegriffen, um Projekte zu starten und mehr über den Wald und das Leben darin zu lernen. So wurden die »Rotkehlchen« im September im Rahmen des Schneckenprojektes zu Schneckeneltern. Bei der Auswahl der Projekte passen sich Erzieher und Erzieherinnen nicht nur an die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder an, sondern auch an die Gegebenheiten im Wald. Da lernt man als »Rotkehlchen« etwa anhand der Essensreste unter dem entdeckten Nest, was der Sperber so frisst.

Friedrich-Austermühle: »Von der Arbeit der Kinder und Erzieherinnen und Erzieher im Wald profitieren nicht nur die Kinder selbst, sondern alle. Denn die ›Rotkehlchen‹ bewegen sich in einem öffentlichen Wald und laden jeden herzlich dazu ein, die öffentlichen Plätze mitzubenutzen.« Voraussetzung dafür sei natürlich ein respektvoller Umgang mit den Plätzen und der Einrichtung und dass die Plätze hinterlassen werden, wie man sie vorgefunden habe. Denn: »Immerhin geht es hier um unsere Kinder, die in der Wald-Kita als ›Rotkehlchen‹ einen Platz gefunden haben, der sie fördert, fordert und den sie - und wir alle - lieben.«

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