OGV wandert am Albach

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Fernwald (kjg). Der Obst- und Gartenbauverein Albach hatte jetzt zu einer Wanderung am Albach mit Erläuterung durch Hans-Ludwig Balser, Mario Hilberg, Uwe Port und Dr. Achim Zedler eingeladen. Über 60 Wanderer nicht nur aus Albach trafen sich am Solarpark, um dem sieben Kilometer langen Flusslauf bis zur Mündung in die Wetter bei Lich zu folgen.

Der Albach sei ein silikatischer Mittelgebirgsbach, dessen Einzugsgebiet 1678 Hektar groß sei. Er entsteht im Feld nordöstlich von Albach und fließt von dort in das Wohngebiet "Senser". Der ökologische Zustand sei unbefriedigend, erläuterte Balser. Von Albach fließt er in Richtung Steinbach und wird ver-stärkt durch Quellen am Alten Rathaus sowie den Zufluss des Steinbachs. Dann geht es weiter an der Kläranlage vorbei, von der er geklärtes Wasser bekommt, über den Albacher Hof und das Seengebiet zum Waldschwimmbad in Lich. Der Bach fließt südlich des Schwimmbades vorbei und speist die beiden Seen.

Uwe Port, Umweltbeauftragter des Licher Schwimmbadvereins, erläuterte den Wasserzufluss für das Bad. Der Albach speist den eigentlichen Schwimmbadsee über einen Überlauf sowie den weiter westlich an einem Feldweg liegenden weiteren See über einen weiteren Überlauf. Beide Seen sind ebenfalls über einen Überlauf verbunden, sodass der westliche See Wasser in den Badesee einspeist.

Fremdstoffe fernhalten

Hilberg erklärte, am Ende laufe das Wasser ab einer bestimmten Höhe aus dem Schwimmbad wieder in den Albach. Es sei wichtig, dass der Bach nicht "trockenfalle", was im vergangenen Jahr geschehen sei. Zwischen Nieder-Bessingen und Lich fließt der Albach in der Nähe der Abfahrt nach Nieder-Bessingen in die Wetter.

Der engagierte Naturschützer Dr. Achim Zedler wünscht sich eine durchgehende Renaturierung des Bachs, der in den Ortslagen von Albach und Steinbach verrohrt ist. Leider führe er nicht mehr so viel Wasser, und er fürchte, dass in den nächsten Jahren der Bach wieder trockenfällt, erläuterte Zedler. Das dürfe nicht passieren. Dann gebe es auch kein Wasser für das Waldschwimmbad mehr.

Mario Hilbig ging auf die Wasserqualität des Albachs ein. Man müsse Fremdstoffe vom Wasser fernhalten. Es gebe einen sehr hohen Wert von Ammonium und Nitraten im Wasser, was der Landwirtschaft geschuldet sei.

Vom Quellgebiet, an dem Zedler die sehr seltenen Wiesenschafstelzen ausmachte, von denen es hier mehrere Brutpaare gebe, ging es weiter zum ersten Rückhaltebecken, das der Obst- und Garbenbauverein vor einigen Jahren errichtet hat. Ab dem Sportplatz fließt der Albach in einem kleinen Rinnsal. Er wird verrohrt durch den Senser geführt. Ein älterer Naturschützer erinnerte sich, hier habe es früher noch Molche und Salamander gegeben.

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