Den jüngsten Besuchern des Steinbacher Kleintierparks haben es hauptsächlich die Spiel- und Klettergeräte angetan. Vor allem junge Familien wissen die Einrichtung im Grünen zu schätzen. Auf dem weitläufigen Areal lassen sich zudem die aktuell vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen leicht umsetzen. 
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Den jüngsten Besuchern des Steinbacher Kleintierparks haben es hauptsächlich die Spiel- und Klettergeräte angetan. Vor allem junge Familien wissen die Einrichtung im Grünen zu schätzen. Auf dem weitläufigen Areal lassen sich zudem die aktuell vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen leicht umsetzen. 

Einbruch

Vorfälle im Kinderparadies: Helfer  "stinksauer" im Kleintierpark Steinbach

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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Vor allem junge Familien profitieren von der Oase im Grünen. Doch nun trüben einige Vorfälle das Idyll im Steinbacher Kleintierpark.

Das kleine Kinderparadies in freier Natur ist vom Ort aus innerhalb weniger Minuten zu erreichen. Vor allem junge Familien profitieren von dem Spielplatz und dessen Bewohnern in Volieren und Gehegen. Doch nun trüben einige Vorfälle das Idyll im Steinbacher Kleintierpark.

"Stinksauer" seien sie auf die, die das getan haben, so versichern es die Ehrenamtlichen vom örtlichen Kleintierzuchtverein immer wieder. Mitte Mai schockierte sie zunächst ein nächtlicher Einbruch in das Vereinsgebäude, bei dem erheblicher Sachschaden angerichtet wurde.

Unbekannte "knacken" Spendenbox

Die Polizei sicherte die Spuren, der Verein stellte Strafanzeige - bislang ohne Ergebnis. In der Nacht zum Pfingstmontag dann machten sich Unbekannte an der Spendenbox aus Edelstahl zu schaffen; diese war - eigentlich in weiser Voraussicht - am Zaun am Ausgang des Parks angeschweißt worden. Der oder die Täter hatten davor allerdings wenig Respekt und trennten die Box kurzerhand mit einem Bolzenschneider ab. Wer etwas Ungewöhnliches bemerkt hat, wird gebeten, sich mit der Polizei oder dem Kleintierzuchtverein in Verbindung zu setzen.

Publikumsmagnet im Gießener Land

Die Steinbacher Freizeiteinrichtung ist ein Aushängeschild für ganz Fernwald. Als der Kleintierpark endlich Anfang Mai mit rund sechswöchigem, coronabedingten Verzug seine Pforten öffnen konnte, gab es kein Halten mehr: Nur allzu gern nehmen junge Eltern, Omas und Opas seitdem wieder die Gelegenheit zu einem Ausflug ins Grüne mit Kindern und Enkeln wahr.

Das Freizeitidyll gleich hinter dem Steinbacher Ortsausgang in Richtung Annerod lädt ein zum Spielen, Toben und Staunen für die Jüngsten - zum Nulltarif. Auch die älteren Leute wissen die Einrichtung als Erholungsort zu schätzen. Auf dem weitläufigen Areal lassen sich zudem die aktuell vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen leicht umsetzen. Die Zahlen sprechen für sich; allein im Vorjahr verzeichnete man rund 12 000 Besucher.

Freizeitspaß bei freiem Eintritt

Eintritt wird bewusst nicht erhoben - der Kleintierzuchtverein H 108 Steinbach finanziert den Park über Mitgliedsbeiträge und die Vermietung des Funktionsgebäudes. Damit allein ist es indes nicht getan. Knapp ein Dutzend Mitglieder kümmert sich während des gesamten Jahres ehrenamtlich und unentgeldlich um die Anlage, füttert die Tiere, hält die Gebäude ein Schuss, plant und realisiert Erweiterungen ebenso wie Instandhaltungen.

Kaum noch Mieteinnahmen

Als Folge der Corona-Pandemie sind allerdings in dieser Saison die Mieteinnahmen für das Funktionsgebäude zu einem Großteil entfallen. Neben zahlreichen privaten Feiern war das Areal allein für 40 Kindergarten- und Schulfeste gebucht - längst sind diese Buchungen storniert.

Ein Spendenaufruf zeigte Erfolg; so konnte zumindest ein Teil der Einbußen aufgefangen werden. "Es freut uns, dass sich so viele Bürger mit der Einrichtung identifizieren und uns in dieser für uns alle schweren Zeit zur Seite stehen", unterstreicht Vorsitzender Kurt Becker. Zahlreiche Besucher hätten Verantwortliche auf dem Gelände angesprochen und gefragt, ob sie einen kleinen Obolus für die Futterkosten entrichten können - daraufhin habe man die fragliche Spendenbox angebracht.

Appell an nächtliche "Besucher"

Die Kleintierzüchter lassen sich von Einbruch und Diebstahl nicht entmutigen, wollen nun wieder eine Spendenbox installieren. Den nächtlichen "Besuchern" geben sie zu bedenken: "Diebstahl lohnt nicht, die Box wird täglich geleert." Wer aktiv etwas beitragen wolle, könne sich gern in die Schar der Ehrenamtlichen einreihen und donnerstagnachmittags mit anpacken. Becker: "Es gibt dafür zwar kein Geld, aber die innere Freude, etwas für die Allgemeinheit geleistet zu haben."

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